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Zukunftstag
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Mädchen und Jungen schnuppern in die Berufswelt
Der "niedersächsische
Zukunftstag für Mädchen
und Jungen" findet jedes Jahr zeitgleich mit dem bundesweiten
"Girl´s Day" statt. An diesem Tag sollen Mädchen die
Möglichkeit erhalten, "typische
Männerberufe" in Technik und Naturwissenschaften kennen zu
lernen und Jungen können die "typischen
Frauenberufe" in Pflege und Erziehung entdecken. Mitmachen
können Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 10.
Der Zukunftstag für Mädchen und Jungen stellt eine Chance
dar, sich mit der geschlechtsspezifischen
Berufsorientierung auseinander zu setzen. Viele Informationen
und praktische Anregungen für Schüler, Lehrer, Betriebe und
Einrichtungen zum Zukunftstag gibt es auf der Homepage www.genderundschule.de und bei
allen Gleichstellungsbeauftragten im Landkreis (GN, 12.4.2011).
Und hier einige konkrete Beispiele
„Die machen das richtig gut“
Grafschafter Jugendliche schnuppern am
Zukunftstag in Berufe
Einen Tag lang in den Berufsalltag hineinschnuppern
durften Jugendliche in ganz Niedersachsen am Donnerstag. Auch in der
Grafschaft Bentheim schauten Schülerinnen und Schüler der
Klassen 5 bis 10 den Großen in vielen Arbeitsbereichen über
die Schulter.
Von Judith
Tolomello in den GN vom 16. April 2011
Am
landesweiten „Zukunftstag für
Mädchen und Jungen“ hieß
es für Melissa und Sheryl, kräftig zuzupacken. Einen Tag
lang konnten die beiden Schülerinnen die Arbeit beim Nordhorner
Straßenbau kennen lernen. In der gesamten Grafschaft waren
Jugendliche der Klassen 5 bis 10 unterwegs, um in „typische“
Berufe des jeweils anderen Geschlechts hineinzuschnuppern. Betriebe,
Behörden und Institutionen öffneten bereitwillig ihre
Pforten, denn ein bevorstehender Fachkräftemangel könnte
nur durch genügend Nachwuchskräfte reguliert werden.
Den
beiden Freundinnen Melissa
und Sheryl bereitete
ihr Ausflug in die
Arbeitswelt des Straßenbaus
große Freude. Gemeinsam mit
Facharbeiter Thorsten Helle
und Abteilungsleiter Gerrit
Röttgers
durften sie in der Kurzen Straße ein Stück des Gehweges
neupflastern. „Die machen das richtig gut“, sagte Thorsten Helle
und beobachtete: „Man merkt, dass sie gut zugehört haben.“
Denn die beiden Mädchen packten richtig mit an, zogen den
Untergrund gerade und klopften den Sand richtig fest, damit die
Pflastersteine nicht absacken.
Wenige
Kilometer entfernt schnupperten vier weitere Mädchen in den
gärtnerischen Bereich
des Baubetriebshofs in Nordhorn. Im
Stadtpark pflanzten sie gemeinsam mit Bernd Alken. Bei der
14-jährige
Sophie Braren
festigte der Zukunftstag eine bereits bestehende
Berufswahl. „Ich möchte Landschaftsarchitektin werde“,
erklärte die Schülerin vom Gymnasium Nordhorn.
Die
anderen Jugendlichen haben sich noch nicht festgelegt. Für sie
bedeutet der Schnuppertag die Möglichkeit, ihre Wahl besser
einzugrenzen. Mit Spaß sind sie trotzdem dabei, denn passend
zur Veranstaltung schien die Sonne mit voller Kraft. Auch in das
Verlagshaus der
Grafschafter Nachrichten verschlug es Mädchen
und Jungen aus dem Landkreis. Begonnen wurde dort mit einer
Führung
durch die Abteilungen, die im neuen Newsroom der Redaktion mit einer
kurzen Einführung endete.
Für
Roman
Leßmann aus Emlichheim waren Rundgang und Medienraum der
Höhepunkt seines Zukunftstages: „Dort kommt alles zusammen,
und an den großen Bildschirmen an der Wand kann man sehen, wie
sich die Seiten nach und nach füllen.“ Später verteilten
sich die 18 Jugendlichen auf die verschiedenen Abteilungen. Der
13-jährige Roman aus
Niedergrafschaft schaute den
Lokalredakteuren über die Schulter und erlebte den Pressetermin
„Zukunftstag bei Sportpferde Heckmann“ hautnah mit.
Dort
nutzten Felix und Celina ihre Chance, um
einmal den Alltag eines
Pferdewirts zu erleben. Auf der Isterberger Reitanlage zeigte
sich,
dass der Beruf nicht nur aus Reiten besteht. Die meiste Zeit wurde
gefegt, gefüttert und Pferde geputzt. „Vielen werden die
Illusionen an so einem Tag schon genommen“, sagte
Pferdewirtschaftsmeisterin Kathrin
Krage. Wichtig, denn bei der
späteren Berufswahl können solche Erfahrungen entscheidend
sein. Doch der Schüler und die Schülerin kannten die Arbeit
mit Pferden bereits, sie besitzen selber eigene. Für Celina
steht nach einem Tag beim Stall Heckmann noch immer fest: „Ich will
Pferdewirtin werden.“
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