Grafschafter Schulgeschichte

Schöltien 

Wielen

Schule Hesepe 

1960

Gymnasium

Nordhorn 1960

Alte Schule Lage 

1691 - 1960

Schule Achterberg

ca. 1935

Schule Wilsum 

um 1900

Kirchschule Schüttorf um 1900

Aktuelles für Schüler in der Grafschaft

Zukunftstag -
Mädchen und Jungen schnuppern in die Berufswelt

Der "niedersächsische Zukunftstag für Mädchen und Jungen" findet jedes Jahr zeitgleich mit dem bundesweiten "Girl´s Day" statt. An diesem Tag sollen Mädchen die Möglichkeit erhalten, "typische Männerberufe" in Technik und Naturwissenschaften kennen zu lernen und Jungen können die "typischen Frauenberufe" in Pflege und Erziehung entdecken. Mitmachen können Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 10. Der Zukunftstag für Mädchen und Jungen stellt eine Chance dar, sich mit der geschlechtsspezifischen Berufsorientierung auseinander zu setzen. Viele Informationen und praktische Anregungen für Schüler, Lehrer, Betriebe und Einrichtungen zum Zukunftstag gibt es auf der Homepage www.genderundschule.de und bei allen Gleichstellungsbeauftragten im Landkreis (GN, 12.4.2011).

Und hier einige konkrete Beispiele

„Die machen das richtig gut“

Grafschafter Jugendliche schnuppern am Zukunftstag in Berufe

Einen Tag lang in den Berufsalltag hineinschnuppern durften Jugendliche in ganz Niedersachsen am Donnerstag. Auch in der Grafschaft Bentheim schauten Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 10 den Großen in vielen Arbeitsbereichen über die Schulter.

Von Judith Tolomello in den GN vom 16. April 2011

 Am landesweiten „Zukunftstag für Mädchen und Jungen“ hieß es für Melissa und Sheryl, kräftig zuzupacken. Einen Tag lang konnten die beiden Schülerinnen die Arbeit beim Nordhorner Straßenbau kennen lernen. In der gesamten Grafschaft waren Jugendliche der Klassen 5 bis 10 unterwegs, um in „typische“ Berufe des jeweils anderen Geschlechts hineinzuschnuppern. Betriebe, Behörden und Institutionen öffneten bereitwillig ihre Pforten, denn ein bevorstehender Fachkräftemangel könnte nur durch genügend Nachwuchskräfte reguliert werden.

Den beiden Freundinnen Melissa und Sheryl bereitete ihr Ausflug in die Arbeitswelt des Straßenbaus große Freude. Gemeinsam mit Facharbeiter Thorsten Helle und Abteilungsleiter Gerrit Röttgers durften sie in der Kurzen Straße ein Stück des Gehweges neupflastern. „Die machen das richtig gut“, sagte Thorsten Helle und beobachtete: „Man merkt, dass sie gut zugehört haben.“ Denn die beiden Mädchen packten richtig mit an, zogen den Untergrund gerade und klopften den Sand richtig fest, damit die Pflastersteine nicht absacken.

Wenige Kilometer entfernt schnupperten vier weitere Mädchen in den gärtnerischen Bereich des Baubetriebshofs in Nordhorn. Im Stadtpark pflanzten sie gemeinsam mit Bernd Alken. Bei der 14-jährige Sophie Braren festigte der Zukunftstag eine bereits bestehende Berufswahl. „Ich möchte Landschaftsarchitektin werde“, erklärte die Schülerin vom Gymnasium Nordhorn.

Die anderen Jugendlichen haben sich noch nicht festgelegt. Für sie bedeutet der Schnuppertag die Möglichkeit, ihre Wahl besser einzugrenzen. Mit Spaß sind sie trotzdem dabei, denn passend zur Veranstaltung schien die Sonne mit voller Kraft. Auch in das Verlagshaus der Grafschafter Nachrichten verschlug es Mädchen und Jungen aus dem Landkreis. Begonnen wurde dort mit einer Führung durch die Abteilungen, die im neuen Newsroom der Redaktion mit einer kurzen Einführung endete.

Für Roman Leßmann aus Emlichheim waren Rundgang und Medienraum der Höhepunkt seines Zukunftstages: „Dort kommt alles zusammen, und an den großen Bildschirmen an der Wand kann man sehen, wie sich die Seiten nach und nach füllen.“ Später verteilten sich die 18 Jugendlichen auf die verschiedenen Abteilungen. Der 13-jährige Roman aus Niedergrafschaft schaute den Lokalredakteuren über die Schulter und erlebte den Pressetermin „Zukunftstag bei Sportpferde Heckmann“ hautnah mit.

Dort nutzten Felix und Celina ihre Chance, um einmal den Alltag eines Pferdewirts zu erleben. Auf der Isterberger Reitanlage zeigte sich, dass der Beruf nicht nur aus Reiten besteht. Die meiste Zeit wurde gefegt, gefüttert und Pferde geputzt. „Vielen werden die Illusionen an so einem Tag schon genommen“, sagte Pferdewirtschaftsmeisterin Kathrin Krage. Wichtig, denn bei der späteren Berufswahl können solche Erfahrungen entscheidend sein. Doch der Schüler und die Schülerin kannten die Arbeit mit Pferden bereits, sie besitzen selber eigene. Für Celina steht nach einem Tag beim Stall Heckmann noch immer fest: „Ich will Pferdewirtin werden.“