Grafschafter Schulgeschichte

Stadtschule 

Nordhorn 1865

Volksschule 

Bakelde 1953

Burgschule

2006

Volksschule

Hestrup 1960

Gymnasium

Nordhorn 1960

Anne-Frank

Schule 1973

 Schulen in Nordhorn

Die Ganztagsschule braucht mehr Qualität

1. Sozialdemokraten wollen Schulen durch mehr Geld und Organisationshilfen unterstützen
    Quelle: GN, 25.7.2011
Die Nordhorner SPD sieht beim Thema  Ganztagsschule "dringend Optimierungsbedarf. Sie will deshalb im Rahmen ihres "Kernthemas Bildung" künftig mehr Mittel zur Verfügung stellen, um die Ganztagsangebote an allen Schulen zu verbessern. Damit soll die Vernetzung mit Vereinsangeboten verbessert, die Ausgabe eines kostenlosen Mittagessens angestrebt und der Verwaltungsaufwand der Schulen für Ganztagsangebote vermindert werden.
Zwar ist der Aufbau und die Finanzierung von Ganztagsangeboten grundsätzlich Sache der Landesregierung, aber die vom Land bereitgestellten Mittel reichen längst nicht aus. "Wir können nicht ewig auf das Land warten, sondern müssen flächendeckend mehr Qualität  in die Ganztagsbetreuung bekommen", sagen die SPD-Bildungspolitiker  Silvia Fries und Karlheinz Schnieders. Für sie und Ortsvorsitzenden Harald Krebs ist klar: Dafür muss die Stadt selbst mehr Geld in die Hand nehmen - und den Schulen auch organisatorische Hilfestellungen geben.

Die SPD will die Schulen stärker bei der Organisations des Ganztagsbetriebs unterstützen. Sie will

  • deutlch mehr Geld für die Sachkosten des Ganztagsbetriebs bereitstellen,
  • langfristig an allen Schulen  ein warmes, kostenloses Mittagessen ermöglichen,
  • Zusatzpersonal an die Schulen bringen, das die Mittagessenausgabe unterstützt, aber auch für Förderstunden, Hausaufgabenhilfe und andere Angebote verfügbar ist,
  • die Verbindung zu Vereinen und der Musikschule verbessern, damit diese einen Teil ihrer Angebote in den Schulalltag einbauen,
  • die Schulleitungen von Verwaltungsaufgaben entlasten,
  • Verwaltungsverfahren insbesondere zur Umsetzung des sogenannten Bildungs- und Teilhabepaketes vereinfachen, wozu es Absprachen zwischen Stadt und Landkreis geben muss.
Außerdem sollen die Schulen mehr Sekretärinnenstunden erhalten. Die Schulsekretärinnen müssten in die Lage versetzt werden, weitgehend selbstständig Aufgaben der laufenden Organisationsunterstützung, Mittelbewirtschaftung und andere Verwaltungsaufgaben zu übernehmen.
Damit nicht an jeder Schule immer dieselben Fragen beantwortet und Probleme gelöst werden müssen, wollen die Sozialdemokraten schulübergreifende Kooperationen im Ganztagsbetrieb ermöglichen. Die Stadt selbst soll dazu Koordintoren einsetzen, die gleiche und gemeinsame Aufgaben zentral erledigen. Sie könnten zum Beispiel Kooperationsverträge mit Vereinen schließen, Vertretungsfragen regeln, die Vernetzung von Ganztagsangeboten übernehmen, Makler- und Beraterfunktionen ausüben oder selbst neue Ideen für Ganztagsangebote entwickeln..
Um von den vielen Unsicherheiten und Ungerchtigkeiten befristeter Arbeitsverträge im Ganztagsbereich wegzukommen, strebt die SPD eine Art "Schuldienstleiterbetrieb" an. Er soll unabhängig von der Stadtverwaltung Sozialarbeiter, Erzieher, Betreuungskräfte, Reinigungskräfte und Hauswirtschaftskräfte in ordentlichen Arbeitsverhältnissen beschäftigen und den Schulen zur Verfügung stellen.

2. Pro Grafschaft wirft SPD Populismus vor - Lübke: Weichen für Ganztagsschulen sofort stellen
     Quelle: GN, 26.7.2011
Mit scharfer Kritik an der SPD hat die Wählerinitiative Pro Grafschaft auf den Veostoß der Sozialdemokraten reagiert, im nächsten Rat Verbesserungen für die Ganztagsschulen durchzusetzen. Mit großer Verwunderung habe man die Ankündigung vernommen, dass die SPD in Nordhorn das Thema Ganztagsschule  zum "Kernwahlkampfthema" machen will. Sprecher Klaus Lübke fragt: "Warum kommen die Forderungen erst jetzt beziehensweise gerade jetzt? Uns sind in der letzten Wahlperiode keinerlei fordernde Aktivitäten der Nordhorner SPD zu diesem Thema deutlich geworden". Auf die Unterstützung der unabhängigen Wählerinitiative Pro Grafschaft könne die SPD beim Thema Ganztagsschule zumindest zählen. Ihre schon lange bekannten schulpolitischen Forderungen würden mit dem SPD-Vorstoß im Kern erfüllt.