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Die
Ganztagsschule braucht mehr Qualität
1. Sozialdemokraten wollen Schulen durch mehr Geld und
Organisationshilfen unterstützen
Quelle: GN, 25.7.2011
Die Nordhorner SPD sieht
beim Thema Ganztagsschule "dringend Optimierungsbedarf. Sie will
deshalb im Rahmen ihres "Kernthemas Bildung" künftig mehr Mittel
zur Verfügung stellen, um die Ganztagsangebote an allen Schulen zu
verbessern. Damit soll die Vernetzung mit Vereinsangeboten verbessert,
die Ausgabe eines kostenlosen Mittagessens angestrebt und der
Verwaltungsaufwand der Schulen für Ganztagsangebote vermindert
werden.
Zwar ist der Aufbau und die Finanzierung von Ganztagsangeboten
grundsätzlich Sache der Landesregierung, aber die vom Land
bereitgestellten Mittel reichen längst nicht aus. "Wir können
nicht ewig auf das Land warten, sondern müssen flächendeckend
mehr Qualität in die Ganztagsbetreuung bekommen", sagen die
SPD-Bildungspolitiker Silvia
Fries und Karlheinz
Schnieders. Für sie und Ortsvorsitzenden Harald Krebs ist klar:
Dafür muss die Stadt selbst mehr Geld in die Hand nehmen - und den
Schulen auch organisatorische Hilfestellungen geben.
Die SPD will die Schulen stärker bei
der Organisations des Ganztagsbetriebs unterstützen. Sie will
- deutlch mehr Geld
für die Sachkosten des Ganztagsbetriebs bereitstellen,
- langfristig an
allen Schulen ein warmes, kostenloses Mittagessen
ermöglichen,
- Zusatzpersonal an
die Schulen bringen, das die Mittagessenausgabe unterstützt, aber
auch für Förderstunden, Hausaufgabenhilfe und andere Angebote
verfügbar ist,
- die Verbindung zu
Vereinen und der Musikschule verbessern, damit diese einen Teil ihrer
Angebote in den Schulalltag einbauen,
- die Schulleitungen
von Verwaltungsaufgaben entlasten,
- Verwaltungsverfahren
insbesondere zur Umsetzung des sogenannten Bildungs- und
Teilhabepaketes vereinfachen, wozu es Absprachen zwischen Stadt und
Landkreis geben muss.
Außerdem sollen
die Schulen mehr Sekretärinnenstunden erhalten. Die
Schulsekretärinnen müssten in die Lage versetzt werden,
weitgehend selbstständig Aufgaben der laufenden
Organisationsunterstützung, Mittelbewirtschaftung und andere
Verwaltungsaufgaben zu übernehmen.
Damit nicht an jeder Schule immer dieselben Fragen beantwortet und
Probleme gelöst werden müssen, wollen die Sozialdemokraten
schulübergreifende Kooperationen im Ganztagsbetrieb
ermöglichen. Die Stadt selbst soll dazu Koordintoren einsetzen,
die gleiche und gemeinsame Aufgaben zentral erledigen. Sie könnten
zum Beispiel Kooperationsverträge mit Vereinen schließen,
Vertretungsfragen regeln, die Vernetzung von Ganztagsangeboten
übernehmen, Makler- und Beraterfunktionen ausüben oder selbst
neue Ideen für Ganztagsangebote entwickeln..
Um von den vielen Unsicherheiten und Ungerchtigkeiten befristeter
Arbeitsverträge im Ganztagsbereich wegzukommen, strebt die SPD
eine Art "Schuldienstleiterbetrieb" an. Er soll unabhängig von der
Stadtverwaltung Sozialarbeiter, Erzieher, Betreuungskräfte,
Reinigungskräfte und Hauswirtschaftskräfte in ordentlichen
Arbeitsverhältnissen beschäftigen und den Schulen zur
Verfügung stellen.
2. Pro Grafschaft wirft
SPD Populismus vor - Lübke: Weichen für Ganztagsschulen
sofort stellen
Quelle: GN,
26.7.2011
Mit scharfer Kritik an der SPD hat die Wählerinitiative Pro
Grafschaft auf den Veostoß der Sozialdemokraten reagiert, im
nächsten Rat Verbesserungen für die Ganztagsschulen
durchzusetzen. Mit großer Verwunderung habe man die
Ankündigung vernommen, dass die SPD in Nordhorn das Thema
Ganztagsschule zum "Kernwahlkampfthema" machen will. Sprecher Klaus Lübke fragt:
"Warum kommen die Forderungen erst jetzt beziehensweise gerade jetzt?
Uns sind in der letzten Wahlperiode keinerlei fordernde
Aktivitäten der Nordhorner SPD zu diesem Thema deutlich geworden".
Auf die Unterstützung der unabhängigen Wählerinitiative
Pro Grafschaft könne die SPD beim Thema Ganztagsschule zumindest
zählen. Ihre schon lange bekannten schulpolitischen Forderungen
würden mit dem SPD-Vorstoß im Kern erfüllt.
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