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Kooperation
Begabtenförderung Nordhorn
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2002
- Die Stadt Nordhorn gehört
mit zu den ersten 16 Standorten, an denen ein Hochbegabtenverbund
eingerichtet wird. Beteiligt an diesem vom Nds. Kultusministerium
geförderten Modell sind die Grundschulen Blumensiedlung und
Waldschule, die Freiherr-vom-Stein-Orientierungsstufe sowie das
Gymnasium am Stadtring. Dieser Verbund soll sicherstellen, "dass
hochbegabte Schülerinnen und Schüler besonders gefördert
und begleitet werden". Die beteiligten Grundschulen arbeiten in vielen
Bereichen bereits an der Förderung hochbegabter Schülerinnen
und Schüler. Dazu gehören die Möglichkeit der früh-
und rechtzeitigen Einschulung, ein probeweiser Besuch der Grundschule
aus dem Kindergarten, die Teilnahme am Unterricht höherer Klassen
oder auch das Überspringen einer Klasse. An der OS gibt es seit
sechs Jahren eine Fordergruppe für besonders begabte
Schülerinnen und Schüler. Sie erhalten zusätzlichen
Unterricht, können am Unterricht höherer Klassen teilnehmen
oder werden speziell gefördert, um eine Klasse zu
überspringen. Letzteres ist auch zunehmend am Gymnasium
möglich.
Das Land wird den beteiligten Schulen zusätzliche Lehrerstunden
zur Verfügung stellen, in Nordhorn im Umfang einer Lehrerstelle.
Benötigt werden noch finanzielle Mittel, auch ein Arbeitsraum mit
entsprechender technischer Ausstattung sowie Lehr- und Lernmitteln. Auf
Antrag können auch Schüler von außerhalb des
Schulbezirks aufgenommen werden (GN, 19.6.2002).
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2003
- Bei dem Nordhorner Modell geht
es nicht nur um die Förderung von Schülern mit hohen
abstrakt-intelligenten Begabungen und einem getesteten
Intelligenzquotienten (IQ) jenseitsder 130. Kinder mit Teilbegabungen,
wie musikalische, sprachliche, naturwissenschaftliche, sportliche,
emotionale oder soziale Begabung, sind ebenfalls eingeschlossen.
Hinzu kommt die Unterstützung der sozialen und emotionalen
Entwicklung der Kinder. Hochbegabte Kinder zeigen nicht selten
Verhaltensauffälligkeiten, da sie mit ihrer besonderen Stellung im
Kreis der Mitschüler Schwierigkeiten haben. Inzwischen hat der
Verbund einen "Schülerpass" entwickelt, der in Abstimmung mit
Schülern und Eltern angelegt wird und alle notwendigen
Informationen enthält, die für eine weitere Förderung
wichtig sind (GN, 4.7.2003).
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2004
- Nach Auflösung der OS sind
neben dem Gymnasium, den Grundschulen Blumensiedlung und
Waldschule auch die Freiherr-vom-Stein-Realschule an dem Projekt
beteiligt. Fachberaterin für Begabtenförderung ist Frau
Gisela Lattka, Freiherr-vom-Stein-Realschule. Ein Lernzentrum wird im
ehemaligen Gebäude der Fr.-v.-Stein-OS eingerichtet. Durch eine
Spende der Sparkassenstiftung können die dringend benötigten
Unterrichts- und Arbeitsmaterialien sowie modernste Computertechnik
angeschafft werden (GN, 4..9.2004).
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2005
- Auf Wunsch der Schüler und
Eltern veranstaltet die Begabtenförderung
einen Präsentationsabend. Zwölf Schülerinnen und
Schüler aus den 6. und 7. Schuljahren stellen den 70 Zuhörern
die Ergebnisse ihrer Projektarbeit zum Projektthema "Wasser" vor. Es
werden folgende Themen behandelt: "Karthago", "Wale und Delphine" und
"Berechnung des Volumens von Gewässern", während eine Gruppe
ihre Informationen zu den Meeressäugern in einem Lied verpackt
hat, das
ein Videofilm zeigt (GN, 1.2.2005).
Das Nds. Kultusministerium hat einer Erweiterung des Verbundes um den
Schulkindergarten der Waldschule zugestimmt. Die Förderung der
Kinder soll bereits im Kindergarten beginnen. Zu einer entsprechenden
Fortbildung kommen mehr als 40 Erzieherinnen.
Im Lernzentrum treffen sich an vier Tagen in der Woche zahlreiche
Schülerinnen und Schüler nach dem regulären Unterricht
und bearbeiten in Arbeitsgruppen ihre Projekte. Sie kommen freiwillig
und wollen auch in den Ferien weitermachen (GN, 1.7.2005)
In einem Flyer der "Kooperation Begabtenförderung Nordhorn"
heißt es u.a.
1. Leitziel
Begabtenförderung
ist individuelle Entwicklungsförderung
Ziel des Förderkonzepts ist für uns nicht
nur
die Förderung der Begabung, sondern auch die Unterstützung
der sozialen und emotionalen Entwicklung der Kinder.
Unser Motto: Es ist nicht Aufgabe der Kinder, den Normen der Schule zu
entsprechen, sondern es ist die Aufgabe der Gesellschaft, der
Verschiedenheit der Kinder Rechnung zu tragen.
2. Grundsätze und Schwerpunkte
-
Frühes und rechtzeitiges Erkennen
besonders begabter
Schüler(innen)
-
Anerkennung und Verständnis ihrer
"Außenseiterrolle"
-
Durchgängige Betreuung von der
Grundschule bis zum
Abschluss auf weiterführenden Schulen
-
Hinlenken auf lebensnahe Entwicklung und
Integration
-
Förderung und Einsatz der individuellen
Leistungsfähigkeiten und Fertigkeiten unter dem Gesichtspunkt der
Ziel- und Ergebnisorientierung
-
Möglichkeiten zum Selbststudium
-
Sicherung und Optimierung der Schullaufbahn
-
Übernahme von sozialer Verantwortung
-
Formulierung eigener Ziele, kreatives
Problemlösen
-
Fähigkeit zur Steuerung des Lernprozesses
-
Beurteilung der eigenen Leistung
3. Zielgruppe
-
Getestete Kinder mit IQ 130+
-
Von den Eltern und von mindestens einem Lehrer
als begabt
benannte Kinder
-
Kinder, die im Unterricht aufgefallen sind
- als Versager mit hoher sprachlicher Ausdrucksfähigkeit
(Underachiever)
- als Leistungsträger (mögliche Überspringer)
- als besonders motivierte Kinder
-
Kinder mit einer Teilleistungsstärke
Acht
Intelligenzen
nach H. Gardner
- Sprachlich
- Logisch-mathematisch
- Visuell-räumlich
- Musikalisch
- Körperlich-bewegungsorientiert
- Emotional
- Sozial
- Naturbezogen, naturwissenschaftlich
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Zum
1. August 2007 wird die
Burgschule Nordhorn mit in den Begabtenverbund Nordhorn aufgenommen. Im
Landkreis Grafschaft Bentheim gibt es neben den erweiterten Verbund
zwei weitere Verbünde in der Obergrafschaft (mit Burg-Gymnasium
Bad Bentheim) und Niedergrafschaft (mit Lise-Meitner-Gymnasium
Neuenhaus) (GN, 22.6.2007).
2011 - Insgesamt
232 Grafschafter Grundschüler aus 17 Grundschulen aus der ganzen
Grafschaft nehmen auf Einladung des Koperationsverbundes
Begabtenförderung (KOV) an der ersten Mathe-Online-Nacht teil. Die
Schüler rechnen in Grundschulen oder am heimischen Computer an den
kniffligen Aufgaben, die der KOV Nordhorn zwischen 17.30 und 21.30
online stellt. Etwa 50 Schüler haben die Zielgerade erreicht, sagt
Bernhard Reiners
amTag nach der Veranstaltung. Der Schulleiter der Nordhorner
Grundschule am Roggenkamp hat die Mathe-Online-Nacht ins Leben gerufen
und koordiniert (GN, 21.3.2011).
2012 - Mathe-Nacht im Landkreis
Nach dem Erfolg im vergangenen Schuljahr starten die
Nordhorner Grundschulen des KOV
Nordhorn I (Kooperationsverbund Begabtenförderung) zum
zweiten Mal die Mathe-Online-Nacht
für Schüler der Klassen drei und vier. Teilnehmen
können alle Kinder der beiden Schuljahrgänge im Bereich der
Grafschaft Bentheim.
Im Jahr 2011 hatten sich über 350 Schüler beteiligt. "In
diesem Jahr dürfte sich die Zahl noch wesentlich erhöhen",
meinen die Veranstalter. Der Grund hierfür: Viele Sinus-Schulen im
gesamten Land möchten sich an der Mathe-Nacht beteiligen. Sinus ist ein Programm zur Förderung
des Mathematik- und Sachunterrichts an Grundschulen.
Der Ablauf ist einfach. Auf der Internetseite www.reiners-nordhorn.de/begabtenstart.htm
sind Aufgaben hinterlegt, die von den Grundschülern zu lösen
sind. Teilnehmende Kinder können sich am 24. Februar zwischen
17.30 und 22 Uhr zu Hause oder in der Schule einwählen. Es werden Aufgaben in unterschiedlichen Kategorien
angeboten. Es ergibt sich jeweils ein Passwort, das den Zutritt zur
nächsten Stufe ermöglicht. Zum Schluss erhält man ein Lösungswort, das per E.Mail
eingereicht werden muss. Wer die richtige Antwort einschickt,
wird zum Finale in die Nordhorner GS
Blumensiedlung eingeladen. (GN, 2.2.2012)
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Quellen:
- Artikel aus den
Grafschafter
Nachrichten (im Text angegeben)
- Flyer der
"Kooperation
Begabtenförderung Nordhorn"
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