10.
Das Jahr 2012
"Methodentage"
Als
eine der ersten Schulen in der Grafschaft hat das Gymnasium Nordhorn
ein Programm zur systematischen
Unterrichtsentwicklung gestartet. "Systematisch das Lernen lernen"
lautet das Motto der "Methodentage" für Schüler der
Jahrgangsstufen fünf und sieben. Hierbei geht es darum, mit dem
Stoff klarzukommen, die vielen Informationen richtig aufzu- nehmen.
Hierzu gab es die "Methodentage".
Sie sind Teil eines landesweiten Programms zur systematischen
Verbesserung der Unterrichtsqualitüt, an dem das Gymnasium
für die Dauer von zwei Jahren als erstes Gymnasium der Region
teilnimmt. Allen Schülern wurden an zwei Tagen grundlegende Lern- und Arbeitstechniken
vermittelt, die sie in fast allen Unterrichtsfächern einsetzen
können. "An den Methodentagen möchten wir den Schülern
eine Art Handwerkszeug vermitteln, mit dem sie verschiedene
Lernsituationen meistern können", erklärt Monika Woltmann,
Schulleiterin am Gymnasium.
So lernten die Fünfklässler, wie sie Schlüsselwörter in Texten
markieren, Ideen und Gedanken in einer Mind
Map ordnen und Lernplakate
gestalten können. Bei den Siebklässlern standen verschiedene Lesetechniken auf dem
Programm, mit denen sie schwieige Texte schrittweise erschließen
können. Neben den Lern- und Arbeitstechniken erproben Lehrer und
Schüler verschiedene Formen der
Kommination und der Teamentwicklung. "Uns geht es darum, die
Schüler im Untericht noch stärker mit allen Sinnen zu
aktivieren und sie durch kooperative Lernformen zu mehr
Eigenständigkeit anzuregen", erklärt Jan Hilbers, Mitglied der
Projektgruppe. "Wir wollen die Schüler stark machen, um sich in
einer immer komplizierteren Welt zurechtzufinden. Das geht nur
gemeinsam, wenn jeder seine verschiedenen Stärken einbringen kann
und sich die Schüler gegenseitig weiterbringen", meint Hilbers. Den Schülern
gefällt diese Form des Lernens - auch wenn sie einige neue
Anforderungen mit sich bringt.
Zusätzlich trainieren zwei externe Unterrichtstrainer die Lehrer
und zeigen ihnen Wege und
Möglichkeiten zur Neuorientierung des Unterrichts. So soll
das gute Ergebnis der Schulinspektion gesichert und weiterentwickelt
werden. (GN, 26.1.2012)
Schüler
schulen Generation 55+ am Computer
Die Klasse 6a unter der Leitung ihrer Lehrerin Eva Schmerge lädt zu
einem Computerkurs für Senioren
ein. In dem Kurs kann die Generation 55+ von den Schülern lernen,
wie man mit einem Computer umgeht. Die Schüler wollen dabei
helfen, eine E-Mail-Adresse zu
erstellen, sich im Internet
zurechtzufinden, Briefe zu schreiben
und vieles mehr. (GN, 24.1.2012)
Darf
eine Schule falsch geparkte Räder aus erzieherischen Gründen
anketten?
Eine wahre Flut an Leser-Kommentaren hat der Bericht über einen Vorfall am Gymnasium Nordhorn
ausgelöst, bei dem ein Schüler sich mit Unterstützung
der Polizei erfolgreich dagegen gewehrt hatte, dass die Schulleitung
sein Fahrrad, das den Rettungsweg zur Schule blockierte, als
erzieherische Maßnahme vom Hausmeister anketten ließ. Auf
der Suche nach den wirkungsvollsten und richtigen erzieherischen
Möglichkeiten, mit denen die Schulleitung ihre Forderungen
durchsetzten könnte, spaltet die Leserschaft. Erinnern die einen
an die Erzehungsmethoden vergangener
Zeiten und empfehlen, alle Möglichkeiten des Schulgesetzes
auszuschöpfen und das Hausrecht gegen die Parksünder rigoros
durchzusetzen, verurteilen andere die alten Zöpfe einer aus ihrer
Sicht autoritären Pädagogik und fordern von den
Verantwortlichen in Schulleitung und Lehrerschaft eine zeitgerechte Eziehung und Bildung.
Hilfreich in der Debatte war, dass die Zahl von rund 600 Fahrradständern für 1.300
Scxhüler am Gymnasium nicht ausreichend sei und die
Abstellmöglichkeiten durch die Bauarbeiten an der Turnhalle noch
weiter eingeschränkt würden. (GN, 15. und 16.2.; Kommentar
18.2.2012)
Denkanstöße
für den Schüler (nach: GN, 15.2.2012)
Mit Erziehungsmitteln oder
Ordnungsmaßnahmen reagiert eine Schule auf
Pflichtverletzungen von Schülerinnen und Schülern.
Erziehungsmittel sind danach "pädagogische
Einwirkungen aus Anlass einer Beeinträchtigung des Unterrichts
oder einer anderen Verletzung von Schülerpflichten", wie
zum Beispiel Verstöße gegen die Schulordnung. Im
pädagogischen Vordergrund der Erziehungsmittel steht die Absicht,
einen Schüler bei Beeinträchtigung der Unterrichts- und
Erziehungsarbeit durch einen spürbaren
Denkanstoß nachhaltig zur Erfüllung seiner Pflichten
aufzufordern. Erziehungsmittel in pädagogischen Kontexten kann zum
Beispiel eben auch die vorübergehende Wegnahme von
Gegenständen sein.
Gymnasiasten
beim Landesentscheid
Für den Landesentscheid haben sich die Handballer des Gymnasiums Nordhorn
beim Schulwettbewerb "Jugend
trainiert für Olympia" qualifiziert. In der Wettkampfklasse
II setzten sie sich allerdings auf Bezirksebene nur mit Mühe
durch. Nach einem Unentschieden und einem Sieg zog die Truppe von Coach
Fabian
Lögers da Silva als Gruppenzweiter ins Halbfinale ein, wo
Ganderkesee wartete. Mit einem knappen Sieg erreichten sie das Finale
gegen Osnabrück; dieses Endspiel gewannen die Stadtring-Gymniasten
mit 11 : 10. Der Landesentscheid wird in Hannover ausgetragen. (GN,
2.3.2012)
Chinesische
Fremdsprachenassistentin
Die chenesische Femdsprachenassistentin Li Ma ist für acht
Monate Gast am Gymnasium Nordhorn,
wo sie den Schülern neben der Vermittlung ihrer Muttersprache auch
die chinesische Kultur, historische Hintergründe und die
politische Situation ihres Heimatlandes näherbringt. (GN, 5.4.2012)
Erfolgreich
bei Mathe-Olympiade
Mehrere Teams des Gymnasiums landeten
auf den
vorderen Plätzen. Die Sieger ergeben sich aus dem Bericht der
Grafschafter Nachrichten
vom 20. 4. 2012.
3. Preis für Jugendkultur
"Hand in Hand" lautete das
Thema des diesjährigen Jugendkulturpreises. Den 1. Preis
bekam das Jugend- und Kulturzentrum "Gleis
1" in Neuenhaus. Den dritten Platz erreichte die Klasse 9 a des
Gymnasiums für ein sich aus 35
Einzelbildern zusammengesetztes Großbild, das sich auf
provokative Weise mit den Themen Öffentliche Räume,
Graffitti und Polizeigewalt auseinandersetzt.
(GN, 21.4.; GW,25.4.2012)