Grafschafter Schulgeschichte

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Gymnasium Nordhorn
6. Vom Beginn der Amtszeit von Oberstudiendirektorin Monika Woltmann im Jahre 2003 bis zum Jahre 2007

Oberstudiendirektor Lebrecht Forke wird am 7. Juli 2003 in den Ruhestand verabschiedet. Er kam 1968 als Studienassessor an die Schule, wurde 1993 kommissarischer und 1995 offizieller Schulleiter und Oberstudiendirektor. Der Oberkreisdirektor nennt ihn "eine profilierte Schulleiterpersönlichkeit, die dem Gymnasium einen unverwechselbaren Stempel aufgedrückt hat"  (GN, 8.7.2003).

Nachfolgerin von Herrn Forke wird Studiendirektorin Monika Woltmann , die schon seit 1996 Ständige Vertreterin des Schulleiters ist. Frau Woltmann studierte die Fächer Biologie und Geographie an der Universität in Tübingen. Neben ihrer Arbeit am Gymnasium in Haselünne war sie in der Lehrer- Aus- und Weiterbildung und bei der Überarbeitung der Rahmenrichtlinien im Fach Biologie tätig. Von 1992 bis 1996 war sie am Gymnasium Georgianum in Lingen tätig. Der Oberkreisdirektor beschreibt die neue Schulleiterin als "zielstrebig, tatkräftig , durchsetzungsstark und sehr engagiert." Ihre Aufgabe sei es jetzt, gemeinsam mit allen Beteiligten das Gymnasium Nordhorn in eine sich verändernde Schullandschaft einzufügen und weiter zu entwickeln (GN, 23.8.2003).

Zur räumlichen Neuordnung des Gymnasiums aufgrund der Aufhebung der Orientierungsstufen
Die Anfang des Jahres 2003 angekündigte Novellierung des Nds. Schulgesetzes sieht vor, die Orientierungsstufen in Niedersachsen ersatzlos aufzuheben und die Schüler schon nach Klasse 4 in die 5. Klassen der Hauptschulen, der Realschulen und der Gymnasien umzuschulen. Dies bedeutet für die Stadt Nordhorn, dass der zur Verfügung stehende Schulraum "umorganisiert" werden muss. Dabei ist zu bedenken, dass im Gymnasium in erheblichem Umfang Klassenräume für zwei Jahrgangsstufen fehlen werden, während es in den städtischen Schulen des Sekundarbereichs I zu Leerständen kommen wird.

Berechnungen der Verwaltung der Stadt Nordhorn ergeben, dass die komplette Frensdorfer Schule an den Landkreis zur Nutzung durch das Gymnasium abgegeben werden kann, ohne dass für den Sekundarbereich I der städtischen Schulen Raumprobleme entstehen. Diese Berechnungen gehen von der Überlegung aus, dass die nach Auflösung der OS in dem Gebäude verbleibenden Hauptschulklassen in die Räumlichkeiten der frei werdenden Freiherr-vom-Stein-OS umgesiedelt werden können. Die Schule verfüge auch über die erforderlichen Fachräume. Somit würden  drei im Stadtgebiet gut verteilte Zentren mit jeweils einer Haupt- und einer Realschule (Blanke, Freiherr-vom-Stein, Deegfeld) entstehen. Mit dem Landkreis sollen diesbezügliche Verhandlungen unter Berücksichtigung einer Ausgleichszahlung seitens des Landkreises geführt werden (Schulausschuss-Sitzung am 26.6.2003).

Nachdem der Landkreis aus Kostengründen auf die Übernahme der Gebäude verzichtet, wird ihm alternativ die Freiherr-vom-Stein-Schule angeboten, um das Innenstadt-Schulzentrum in der Frensdorfer Schule unterzubringen. In einer Informationsveranstaltung sprechen sich Schüler, Eltern und Lehrer gegen einen Umzug der Schule in die Frensdorfer Schule aus (GN, 11.10.2003).

Der Schulausschuss des Kreistages beschließt dann am 3. November 2003 einstimmig den Vorschlag, dass das Gymnasium Nordhorn eine Außenstelle im Gebäude des ehemaligen NINO-Rohgewebelagers bekommt, in dem bereits die Volkshochschule ihren Betrieb aufgenommen hat. Die in der Diskussion befindlichen Standorte für eine Außenstelle habe die Kreisverwaltung gegeneinander abgewogen. Die Variante Frensdorfer Schule sei wegen der hohen Kosten nicht weiter untersucht worden.  Das Freiherr-vom-Stein-Schulzentrum mit Gesamtkosten von 3,5 Mill. € und das Spinnereihochhaus mit 3,6 Mill. € seien zwar aus pädagogischer Sicht für eine gymnasiale Nutzung geeignet, doch beide Varianten habe man aus Kostengründen verworfen. Der Ausbau des ehemaligen Rohgewebelagers mit Erdgeschoss, des halben 1. Obergeschosses und des Dachgeschosses im 4. Stock würde 2,8 Mill. € kosten. Die gemeinsame Nutzung des Gebäudes durch Schule und VHS verspricht Synergieeffekte. So soll die Außenstelle des Gymnasiums auch Fachräume der VHS mit nutzen (GN,5.11.2003).

Es ist vorgesehen, dass ab 1.8.2004 die Jahrgangsstufen 7 und 8 komplett mit etwa 500 Schülern in die Außenstelle umziehen. Dafür müssen 18 Klassenräume sowie Fachräume für Biologie, Chemie, Physik, für Kunsterziehung, Computerunterricht und Musik, außerdem Verwaltungsräume geschaffen werden. Außerdem entsteht im Außenbereich ein großer Schulhof und 450 Fahrradständer werden aufgestellt. Es steht ferner eine Reservefläche von 5300 qm zur Verfügung (GN,18.12., GW a.S., 21,12,,  GW, 23.12.2003).

Soweit zur Neuordnung des Gymnasiums! Die langjährige Freundschaft zwischen dem Gymnasium Nordhorn und zwei Schulen im französischen Département Ardennes wird auch in diesem Jahr durch eine Schülerbegegnung gefestigt. Die französischen Schüler wollen das deutsche Schulsystem etwas näher kennenlernen, aber auch die vorweihnachtliche Stimmung in Nordhorn erleben, so durch den Besuch des Weihnachtsmarktes (GN, 6.12.2003).

2004 - Stellvertreter der Schulleiterin des Gymnasiums wird Oberstudienrat Wolfgang Krämer, der bisher am Windhorst-Gymnasium in Meppen tätig und dort Personalratsvorsitzender war. Frau Monika Woltmann wird nach Ende ihrer sechsmonatlichen Probezeit zur Oberstudiendirektorin ernannt (GN, 21.2.2004).

Sechs Zehntklässler gewinnen im "Gruppenwettbewerb Fremdsprachen" in Französisch  den 1. Landespreis mit einem Filmbeitrag, der wegen "seiner Originalität, der gestalterischen Qualität sowie der technischen Umsetzung" gelobt wird. Nach Aussagen der Schulleiterin gehört die Europaschule Gymnasium Nordhorn im Bezirk seit Jahren zu den engagiertesten Schulen (GN, 5.7.2004).

Im Februar 2004 zeigt sich, das in der Außenstelle 13 Klassenräume reichen, so dass keine Fachräume mit der VHS geteilt werden müssen. Das Gymnasium erhält einen eigenen Computer- und einen Kunstraum. Auch der naturwissenschaftliche Bereich bekommt mehr Platz. Die Klassenräume sind zum Unterrichtsbeginn, die 6 Fachräume unter dem Dach etwa zwei Wochen danach fertig (GN,29.7.2004)

Zur Erhöhung der Verkehrssicherheit  werden bei der Zufahrt zur Schule einige Veränderungen vorgenommen (GN, 17.8.2004). Nach Ausräumung weiterer Schwierigkeiten beginnt für die 8. und 9. Klassen der Unterricht in der Außenstelle am 19. August. Die Leitung der Außenstelle übernimmt Studiendirektor Klaus Lübke (GN, 20.8.2004).

Zum Schuljahrsbeginn 2004/05 steigt die Schülerzahl durch die Aufnahme der 5. und 6. Jahrgänge von 1019 auf 1476 Schüler. Die Zahl der Lehrkräfte steigt bis zum 1.November von 80 auf 104, nachdem viele Referendare ihr 2. Staatsexamen abgelegt haben. Danach beträgt die Unterrichtsversorgung 100,4 %. Vielen Lehrkräften ist der Umgang mit den Schülern der 5. und 6. Klassen ungewohnt. Nur die Älteren haben diese Jahrgänge vor der Einführung der Orientierungsstufe am Gymnasium schon einmal unterrichtet. Sorgen macht der Schulhof in der Hauptstelle, zumal es keine Pausenhalle gibt und die Cafeteria als Aufenthalts- und Speiseraum zu klein ist.  Die zur Verfügung stehende Schulhoffläche ist für die lebhaften Schüler der 5. und 6. Klassen sehr klein. Der Elternvorstand denkt an einen Ideenwettbewerb zur Schulhofgestaltung.

Zur Unterbringung aller Unterrichtsstunden werden an drei Tagen vormittags 7  Unterrichtsstunden, an einem Tag nach 5 Unterrichtsstunden am Vormittag noch Nachmittagsunterricht und am Freitag 6 Unterrichtsstunden erteilt. Zusätzlich zur Normal-Stundentafel wird ein sogenanntes Sprachenprofil angeboten, das das Erlernen einer dritten Fremdsprache ab Klasse 7 ermöglicht. Nach Möglichkeit werden Latein, Französisch oder Niederländisch angeboten, ab Schuljahr 2005/06 Niederländisch und Spanisch.

Im Schuljahr 2004/05 besuchen 24 Schüler der 11. Klassen Schulen im Ausland: acht in Frankreich, zehn in Großbritannien, drei in den USA, eine Schülerin in Finnland, eine in Chile und ein Schüler in Brasilien. Einige Schüler bleiben das ganze Jahr, andere nur das erste Halbjahr.

Im September/Oktober 2004 zeigt die Theater-AG nach fast einjähriger Vorlauf- und Probenzeit das am Berliner "Gripstheater" uraufgeführe Stück "Eins auf die Fresse". Der Besuch der beiden Aufführungen ist recht gut. Die Darsteller gehören der Theater-AG unterschiedlich lange an. Alle Beteiligten haben viel Arbeit und Freizeit investiert und durch ihren Einsatz das Unternehmen zum wohlverdienten Erfolg geführt.

Schülerinnen der 9. Klassen üben Kritik an den nach ihrer Meinung nicht gerade lernfreundlichen Zuständen, die zur Zeit noch an der Außenstelle herrschen. Die Kritik entzündet sich vor allem am Schulhof, der viele Schlaglöcher aufweist und mit seinem kieselsandähnlichem Belag alles verschmutzt und bei stärkeren Wind in die Augen weht. Außerdem mangele es an jeglicher Ausstattung, wie Bänken, Bäumen oder einer Tischtennisplatte. Es gebe weder einen Windschutz noch einen Unterstand. Die Alternative Pausenhalle dürfe nur bei starkem Regen benutzt werden. Die Schulleiterin bittet um etwas mehr Geduld und hofft auf mehr Verständnis für die Übergangsschwierigkeiten (GN, 30.9.2004). Ab Oktober übernehmen 14 Schüler als Schülerlotsen den täglichen Einsatz an der Zuwegung zur Außenstelle (GN, 26.10.2004)

39 Schüler des Gymnasiums legen die Prüfungen für das "Certificaat Nederlands als Vremde Taal" (Niederländisch als Fremdsprache) ab   (GN, 4.9.2004). 

Schüler aus der 10. Jahrgangsstufe mit Niederländisch als Fremdsprache bekommen für eine Woche Besuch aus Nijmegen in den Niederlanden. Neben den Unterrichtsbesuchen gibt es viele gemeinsame Freizeitaktivitäten. Der Gegenbesuch ist für das Frühjahr 2005 vorgesehen. Die niederländische Schule nimmt mit dem Gymnasium Nordhorn und einer tschechichen Schule aus Nové Mésto am europäischen Schulprojekt "Comenius" teil. Die drei Schulen bearbeiten das Thema "Unsere Stadt - Kontinuität und Wandel von 1900 bis heute" (GN, 9.10.2004).

2005 - 23 Schüler aus der Nordhorner Partnerstadt Montivilliers/ Frankreich besuchen das Gymnasium eine Woche lang und erwidern den Besuch einer Nordhorner Schülergruppe vom April (GN, 9.6.2005).

Im Rahmen von gegenseitigen Besuchen zum besseren Kennenlernen besucht eine kleine Nordhorner Delegation im Mai 2005 die Schule in Böhmen, die durch ein intensiv gestaltetes Programm mit der typischen Textilstadt bekannt gemacht wird. Im Rahmen des Comenius-Projektes ist geplant, an den drei Schulen die jeweilige Homepage dreisprachig aufzubereiten. Nordhorner Schüler einer 5. Klasse haben in einem ersten Projekt ihre Heimatstadt erkundet und die Arbeitsergebnisse in einer kleinen Broschüre "Die Geschichte Nordhorns von 1945 bis heute" zusammengestellt (GN, 4.6.2005).

Am europaweiten Mathematik-Wettbewerb "Kängeru" beteiligen sich 168 Schüler der Klassen 5 - 13, von denen 13 Schüler einen Sonderpreis erringen können. Einen 1. Preis erhalten in ihrer Altersgruppe 2 Schüler, einen 2. Preis 4 Schüler und einen 3. Preis 7 Schüler (GN, 17.6.2005).

Der Schulhof der Außenstelle des Gymnasiums wird mit sechs Bänken der Manufaktur Emsland ausgestattet. Die Bänke, die nicht nur Kommunikationszentren in den Pausen, sondern auch der neue Blickfang auf dem Schulhof sind, wurden vom Förderverein, einem Förderer des Gymnasiums und vom Hersteller der Bänke, den Betonwerken Emsland, gestiftet (GN, 5.7.2005).

Die Ausschreibung des ZDF "Schüler spielen Schiller" hat Schüler des Gymnasiums animiert, eine Collage von Schillertexten zusammenzustellen und in Form eines choreographisch bewegten Oratoriums auf die Bühne zu bringen (GN,18.7.2005).

Zwei Schülerinnen der Klasse 10 c erhalten für ihre gemeinsame Arbeit zu dem Kunstwerk "One Step, Two Step" von Richard Deacon den Jugendkulturpreis der Stadt Nordhorn in ihrer Altersgruppe.

Schüler der Oberstufe führen auf dem Messestand der Bundeswehr bei der Didacta in Hannover auf Initiative und in Begleitung ihres Politiklehrers ein dreitägiges Planspiel durch und erleben "Weltpolitik zum Anfassen". Damit folgen sie gemeinsam mit Schülern der Ursulaschule in Osnabrück einer Einladung des Jugendoffiziers der Bundeswehr. Zweck der Simulation ist es nicht, Gewinner und Verlierer herauszufiltern, sondern auf weltpolitischer Ebene eigene Interessen zu vertreten, Kompromisse zu schließen und Konfliktmöglichkeiten und -mechanismen aufzuzeigen. Politik wird dabei veranschaulicht und persönlich erfahren.

2006 - Die Gesamtkonferenz des Gymnasiums verabschiedet eine Resolution, in der sie sich kritisch mit den Auswirkungen der Schulreform auseinandersetzt und von der Landesregierung Reformen ihrer Reform erwartet "dort, wo die Qualität der schulischen Arbeit unzweifelhaft leidet". Es werden folgende Probleme aufgezeigt:

  • Die Anhebung der Schülerzahl pro Klasse auf 33, wodurch die Anzahl der Arbeitsplätze in den Fachräumen nicht ausreicht.

  • Die Verkürzung der Schulzeit von 13 auf 12 Schuljahre, wodurch die Schule durch den verstärkten Nachmittagsunterricht zu einer Ganztagsschule geworden ist, ohne dass das erforderliche Betreuungsperonal für die Mittagszeit zur Verfügung stehe

  • Durch den Mangel an Verfügungsstunden sind die erzieherischen Maßnahmen in den unteren Klassenstufen nur schwer zu verwirklichen

  • Beklagt wird weiter "die schnelle Folge von Systemveränderungen in mehreren Jahrgangsstufen", wodurch die Arbeit der Lehrkräfte zusätzlich erschwert wird, da die Schüler von Klasse zu Klasse unter anderen Vorgaben unterrichtet werden müssen (GN, 29.4.2006)

Im Jahre 2006 beginnt die Diskussion um die Errichtung eines zweiten Gymnasiums in Nordhorn.

Im Rahmen des Comenius-Projektes besuchen Lehrer und Schüler aus Torrelavega (Spanien) und Nové Mesto (Tschechien) die Europaschule Gymnasium Nordhorn, um sich gegenseitig die Ergebnisse der bisherigen Projektarbeit zum Thema "Unsere Stadt im Wandel" vorzustellen und die weitere Arbeit zu koordinieren. Das Gymnasium ist seit August 2004 koordinierende Schule für das Projekt, das zum Ziel hat, Schüler und Lehrer an Schulen in verschiedenen europäischen Ländern über die gemeinsame Arbeit in Kontakt und zum inhaltlichen und kulturellen Austausch zu bringen (GW, 14.6.2006).

Die Cafeteria des Gymnasiums Nordhorn gewinnt bei dem erstmalig ausgeschriebenen Wettbewerb des Nds. Landwirtschaftsministers und der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) den 1. Preis von 1500 €. Insgesamt haben sich 82 Schulcafeterien aus Niedersachsen beteiligt. Anerkannt wurden das Gesamtkonzept, das gesunde Ernährung, Müllvermeidung und fairen Handel mit der Dritten Welt miteinander verknüpft sowie die langjährige intensive ehenamtliche Zusammenarbeit von Eltern, Schülern und Lehrern (GN, 27.6.2006)

Schüler der 6. Klassen protestieren gegen die Auflösung ihrer Klassengemeinschaften zu Beginn des kommenden Schuljahres. Gründe für die Umstrukturierung der Klassen sind die Bildung von "Profilklassen" mit einer dritten Fremdsprache schon im 7. Schuljahrgang und die Bildung von Klassen nach Religionszugehörigkeit, da der Religionsunterricht in 7 Klassen eines Jahrgangs wegen fehlender Religionslehrer nicht mehr parallel gelegt werden kann (GN, 15.7.2006).

Das Gymnasium platzt aus allen Nähten. Seit 2004 ist die Zahl der Schüler von 900 auf knapp 1600 angestiegen. Im Schuljahr 2006/07 sind es 1650 Schüler. Einige Jahrgänge stehen an der Grenze zur Achtzügigkeit. Um alle Schulklassen unterzubringen, hat der Schulträger jetzt "Mobilklassen" bestellt, jeweils eine am Stadtring und eine an der Außenstelle. Die Lieferung wird voraussichtlich erst nach den Herbstferien erfolgen. Bis dahin muss die Schule improvisieren und "Wanderklassen" einrichten (GN, 30.8.2006).

In einem Flyer mit dem Titel "Erziehung und Bildung unter einem Dach" stellt sich das Gymnasium zu Beginn des Schuljahres 2006/07 vor.

Der Förderkreis des Gymnasiums feiert mit einer Autorenlesung für die Schüler des 5. Jahrgangs sein zehnjähriges Bestehen. Der Kinderbuchautor "Milan" liest aus seinem neuesten Kinderbuch "Der Eigentorkönig und die sieben Glorreichen". Wie jedes Jahr überreicht der Förderverein diesmal jedem neuen Schüler als Buchgeschenk das genannte Kinderbuch (GN, 14.9.2006)

Auch in diesem Jahr legen wieder Schüler des Gymnasiums die Prüfung für das "Certificaat Nederlands als vremde Taal" ab. Dabei stellen sie ihre sprachlichen Fähigkeiten im Leseverstehen, Schreiben, Hörverstehen und Sprechen unter Beweis. Mit dem Zertifikat erwerben die Schüler einen offiziellen Nachweis ihrer Niederländischkenntnisse, der zum Beispiel Voraussetzung für ein Studium im Nachbarland ist. Insgesamt 42 Schüler verschiedener Altersstufen legen die Zertifikatsprüfung mit Erfolg ab (GN, 28.9.2006) Der Schulhof des Gymnasiums am Stadtring soll saniert werden. Hierfür stehen Mittel im Entwurf des Kreishaushalts (GN, 22.12.2006).

2007 - Zum 1. Februar wird Studiendirektor Klaus Lübke in den Ruhestand verabschiedet. Er kam 1969 als Studienassessor nach Nordhorn. Er engagierte sich in der Schule und im politischen Leben Nordhorns. Seit August 2004 leitete er die Außenstelle mit 380 Schülern der Jahrgänge 8 und 9 (GN, 15.2.2007).

Im europaweiten Mathematik-Wettbewerb "Känguru", an dem vom Gymnasium 260 Schüler beteiligt sind, werden 18 Schüler als Preisträger ausgezeichnet. Drei Schüler erhalten einen 1. Preis in ihrer Altersgruppe. Das Gymnasium nimmt seit fünf Jahren an dem etwas anderen Mathe-Test teil (GN, 13.6.2007).

Die Theater-AG des Gymnasiums spielt zum Schuljahresende Friedrich Dürrenmatts Klassiker "Die Physiker" in zwei Aufführungen (GN, 4. und 10.7.2007).

Zum zweiten Mal stellt die Schülervertretung des Gymnasiums eine "Charity Gala" in der Alten Weberei zugunsten des Kinderheims "Hogar Esperanza" auf die Beine. Die Schüler aus allen Jahrgangsstufen präsentieren ein buntes Programm und beweisen großes Talent beim Singen, Tanzen, Musizieren und in humorvollen Sketschen. Wie der 1. Vorsitzende des Fördervereins, Friedrich Schiller, betont,kamen vor zwei Jahren bei der "Charity Gala" zusammen mit privaten Spenden und einem zusätzlichen Aktionstag 22000 € zusammen, die für neue Sanitär- und Wasseranlagen verwendet werden konnten. In dem 1987 gegründeten Heim leben etwa 20 Kinder im Alter von zwei bis sieben Jahren, die misshandelt, unterernährt oder verwahrlost dorthin kamen (GN, 13.7.2007).

Im Rahmen eines Vorschlags des Landkreises zur "Optimierung des Vereins- und Schulsportes" ist auch der Neubau einer Sporthalle für das Gymnasium enthalten. Danach ist eine Zweifeld-Sporthalle am Standort Stadtring in Richtung Händelstraße vorgesehen. Diese Halle könnte auch außerschulisch z.B. vom Nordhorner Turnverein genutzt werden. Die Sporthalle könnte auch bei größeren Veranstaltungen als Versammlungsraum dienen. Der Landkreis würde außerdem gern auf dem Gelände "Frentjens Kuhle" eine Freisportanlage einrichten, so dass ein richtiges Sportzentrum für das Gymnasium entstehen würde. Der Landkreis bietet der Stadt dagegen die Nutzung einer Dreifeld-Turnhalle für das Schulzentrum Mitte an und erwartet die Überlassung der Turnhalle der Frensdorfer Schule für das Ev. Gymnasium (GN,18.9.2007).

Für rund 50000 € - finanziert aus privaten Zuwendungen - werden 15 Klassenräume mit Internet-Anschluss, Computer, Beamer und Lautsprechern ausgestattet. Damit können die Schüler jetzt auf vielfältige Weise "online" lernen (GN, 28.9.2007).

Das Gymnasium ist im Wettbewerb der Deutschen Gesellschaft für Umwelterziehung als "Umweltschule in Europa" ausgezeichnet worden. Zusätzlich erhielt es mit dem "International Eco-Schools Award" eine Auszeichnung für seine außerordentlichen Leistungen im Bereich der Umwelterziehung und der Umweltverträglichkeit der Schule (GN, 17.10.2007).

In einem ersten Bauabschnitt wird der sanierte Hauptschulhof eröffnet. Alle Beteiligten äußern die Hoffnung, dass nun auch der Umbau des Restschulhofes, der auch Teil der Gesamtplanung für eine Reihe von Sanierungsvorhaben ist, bald folgen wird (GN,8.11.2007).

Die Grafschafter Sparkassenstiftung unterstützt die musikpädagogische Arbeit zum Aufbau einer Bläserklasse durch einen Zuschuss von 5000 €. Dadurch soll das musikalische Angebot am Gymnasium erweitert werden (GN,10.11.,GWaS,11.11 und GW, 14.11.2007).

Im Zusammenhang mit der Errichtung des Evangelischen Gymnasiums in Nordhorn erfolgt die Behandlung des Tagesordnungspunktes "Inhaltliche Ausrichtung des Ev. Gymnasiums - Abstimmung mit dem weiteren gymnasialen Angebot in der Grafschaft" im Kreisausschuss und im Schulausschuss des Landkreises. Hierzu wird der Schulamtsdirektor a. D. Heinz Ragnitz gebeten, die Schwerpunktsetzungen der Gymnasien herauszuarbeiten und mit den einzelnen Schulleitungen abzugleichen.

Traditionsgemäß veranstaltet das Gymnasium auch in diesem Jahr ein Konzert mit weihnachtlicher Musik. Orchester, Vororchester, Bigband, Bläserklasse, Unter-, Mittel- und Oberstufenchor haben ein abwechslungsreiches Programm vorbereitet, dessen Bogen von barocken Instrumental- und Chorsätzen bis hin zu modernen Liedern der Rock- und Popmusik reicht (GN, 18. und 22.12.; GW, 19.12.2007).

Die Fortsetzung finden Sie unter: Die Jahre 2008 und 2009

Quellen:

  • Mitteilungen der Schulleitung und des Elternrates, 2005, 2006, 2007

  • Artikel aus der örtlichen Presse, im Text angegeben