Die
Schulbetriebs GmbH in Neuenhaus
In den
Grafschafter Nachrichten vom 3. März erscheint der nachstehende Bericht
von
Manfred Münchow
"Schulleitung
muss nicht fürs Essen sorgen
Samtgemeinde
Neuenhaus gründet Gesellschaft für den Betrieb der Mensa
Über
die Schulspeisung wird derzeit in der Grafschaft viel diskutiert. Die
Samtgemeinde Neuenhaus geht einen eigenen Weg. Für den Betrieb
der Mensa an der Haupt- und Realschule in Neuenhaus ist eine
privatrechtliche Gesellschaft gegründet worden. „Es kann nicht
Aufgabe der Schulleitung sein, sich ums Essen zu kümmern“,
sagt Samtgemeindebürgermeister Johann Arends. Das sei Aufgabe
des Schulträgers.
Foto: Konjer
Einziger
Gesellschafter der Neuenhauser Schulbetriebs GmbH ist die
Samtgemeinde. Die Geschäftsführung liegt bei
Samtgemeindebürgermeister Johann Arends und dem Ersten
Samtgemeinderat Günter Oldekamp. Nach Abstimmungsgesprächen
mit dem Finanzamt und dem Landkreis soll die neue Gesellschaft den
Küchenbetrieb und die neue Mensa an der Haupt- und Realschule
managen. Zudem sollen die Möglichkeiten ausgelotet werden,
inwieweit weitere Aufgaben wie Hausmeistertätigkeit und
Gebäudeservice dort angesiedelt werden können.
Politik
und Verwaltung der Samtgemeinde haben im Vorfeld beraten, ob man für
die Mahlzeit an der Haupt- und Realschule einen so genannten Caterer
engagiert, der das Essen fertig oder zum Teil vorgegart anliefert.
Entschieden haben sich die Beteiligten dafür, eigene
Küchenkräfte anzustellen, die das Essen frisch zubereiten.
Unter der Leitung von Anette Wolthaus gehören Simone Westenberg,
Renate Berends und Carola Schotke zum Küchenteam.
Johann
Arends und Günter Oldekamp betonen, dass es eine „bewusste
Entscheidung“ der Samtgemeinde gewesen sei, für ihre – mit
etwa 700 Kindern und Jugendlichen – größte Schule eine
eigene Mensa zu bauen. Das sei wichtig für die Profilierung der
Schule. Die Schulmensa mit Küche wird derzeit gebaut und
eingerichtet und soll am 1. April feierlich in Betrieb genommen
werden. Sie soll die Essensversorgung auch für die Grundschule
Neuenhaus und den Johannes Kindergarten sicherstellen.
Ziel
der Betriebsgesellschaft ist es, ein „warmes und schmackhaftes
Essen ganz in eigener Zubereitung“ und mit einer „guten Qualität“
anzubieten. Dazu soll das ganze auch noch preisgünstig sein. Ein
Eintopf oder eine Suppe werden für 1,50 Euro zu haben sein, das
Stammesssen soll 3 Euro kosten. Der Preis für ein so genanntes
„Extraessen“ besonderer Güte steht noch nicht fest. Auch
Salate sollen frisch zubereitet werden. Die Abrechnung des Essens
wird über ein Kassensystem mit Chipkarten bargeldlos erfolgen.
Interessierte von außerhalb der Schule können sich
Gästekarten ausstellen lassen..Arends und Oldekamp sind sich
sicher, dass die Ausgabe der Speisen „ohne längeres Warten“
gelingt. Die Schulbetriebs GmbH wird auch den Kiosk der Haupt- und
Realschule in Eigenregie betreiben.
Die
neue Mensa soll jedoch nicht nur während der Mahlzeiten mit
Leben erfüllt sein. Schulische Veranstaltungen, Fortbildungen,
Theater und Konzerte sind ebenso denkbar wie Veranstaltungen von
Stadt und Samtgemeinde oder von Vereinen."
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