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Hans
Klemp
1921
- 1991
von Hartmut Abel
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Nach schwerer Krankheit ist der
frühere Rektor der Realschule Bad Bentheim und engagierte
Sportfunktionär Hans Klemp Anfang Dezember 1991 seinen
Leiden erlegen. |
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Hans Klemp wurde am 24. Juni 1921 in Schlesien geboren. Dem Sport war
er seit frühester Jugend eng verbunden. Bereits mit acht Jahren
trat er in die turnerischer Bewegung ein. Unmittelbar nach dem Abitur
in Waldenburg wurde er zum Arbeitsdienst und anschließend zur
Wehrmacht eingezogen. 1942 geriet er in Nordafrika in englische
Gefangenschaft. Ein Jahr später wurde er nach Papenburg zu seinen
Eltern entlassen.
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Er besuchte die Pädagogische Hochschule in Oldenburg, wurde Lehrer
in Papenburg und bereitete sich autodidaktisch auf die
Realschullehrerprüfung vor, die er in den Fächern Englisch
und Sport in Hannover ablegte. Als Realschullehrer bekleidete er das
Amt des Fachberaters für Schulsport im Kreis Aschendorf und
später in der Grafschaft Bentheim, nachdem er im April 1967 Leiter
der Bentheimer Realschule geworden war.
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Sein Einsatz für den Sport reicht vom Jahre 1954, als er beim TV
Papenburg den Posten des Jugendwartes übernahm, bis zu
seinem Tode. Weitere Stationen waren das Amt des Oberturnwartes und der
Vorsitz im Turngau Papenburg. 21 Jahre stand er dem Turnkreis
Grafschaft Bentheim vor, ebenso lange war er stellvertretender
Vorsitzenden des Kreissportbundes. Nach der Gebietsreform und
Neuordnung der Turnbezirke übernahm er 1979 die Funktion des
stellvertretenden Vorsitzenden im Turnbezirk, seit Anfang 1990 leitete
er die Geschicke des Turnbezirks.
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Die Würdigung seiner vielseitigen und engagierten Arbeit blieb
nicht aus. Neben der Ehrennadel und dem Ehrenbrief des Deutschen
Turnerbundes erhielt Hans Klemp im Mai 1986 die Goldene Ehrennadel des
Landessportbundes. Anlässlich seines 70. Geburtstages im Juni
erhielt er die Jahn-Plakette, die höchste Auszeichnung des
Deutschen Turnerbundes.
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In den letzten Jahren brachte er sein umfangreiches Wissen, das er als
Schulleiter und Fachberater hatte, in die Arbeit des Deutschen
Sportbundes mit ein, indem er den Sportlehrkräften methodische,
didaktische und organisatorische Hilfestellungen leistete, dabei
niemals bevormundend, sondern immer kollegial beratend. Außerdem
war er Initiator der Grafschafter Turnschule, die er fünfmal in
den Herbstferien als Pilotprojekt leitete. Für seine Mitarbeiter
und die jungen Turnerinnen und Turner war er hier schlicht "unser Hans".
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Hans Klemp stellte nicht nur Grundsätze auf, sondern lebte sie
auch mit ganzer Kraft vor, zumal zu seinen Qualitäten
Augenmaß und Verantwortungsgefühl gehörten. Er war fest
davon überzeugt, dass Turnen und Sport Ausdruck der menschlichen
Kultur sind und insbesondere im Kinder- und Jugendbereich bedeutsame
Aufgaben erfüllen, indem sie der Bewegungsfeindlichkeit die
Möglichkeit zu einer umfassenden Gesamterziehung entgegensetzen.
Anlässlich des Neuenhauser Sportehrentages im Frühjahr
wies er darauf hin, dass die Turn- und Sportvereine die
größte ehrenamtlich organisierte Bürgerinitiative
unserer freiheitlich demokratischen Staatsform darstellen, ohne
ehrenamtliche Mitarbeit sei ein moderner Sportverein nicht denkbar.
Hier war Hans Klemp Vorbild. Sein Tod reißt eine große
Lücke auf, die nur schwer zu schließen sein wird. Alle, die
mit Hans Klemp zusammenarbeiten durften, werden ihn in dankbarer
Erinnerung behalten.
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Quelle: Grafschafter Nachrichten, Anfang Dezember 1991, "Hans Klemp -
ein Vorbild im Sport"
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