Schulabgänger ohne
Hauptschulabschluss
Ostdeutsche
Jugendliche verlassen die Schule häufiger ohne
Hauptschulabschluss als ihre Altersgenossen im Westen. Das geht aus
einer Studie des Bildungsforschers Klaus
Klemm
hervor, die er im Auftrage der Bertelsmann-Stiftung aufgrund von
Daten aus dem Jahre 2008 erhoben hat. Demnach liegt der Anteil der
Schulabbrecher in den neuen Ländern zwischen 17,9 % in
Mecklenburg-Vorpommern und 9,4 % in Thüringen. Im Westen sind es
8,9 % in Hamburg und 5,6 % in Baden-Württemberg. In
Niedersachsen sind es 7,4 %, in der Grafschaft Bentheim 5,7 %.
Insgesamt hatten 65.000 Schulabgänger (7,5 %) in Deutschland im
Jahre 2008 keinen Abschluss, 1999 waren es noch 9,1 %.
Tatsächlich
haben 26,5 % der Jugendlichen ohne Hauptschulabschluss eine
Hauptschule besucht, mehr als die Hälfte von ihnen aber eine
Förderschule. Gegenwärtig gelingt es der Hälfte der
Schulabgänger ohne Hauptschulabschluss, den Abschluss zu einem
späteren Zeitpunkt nachzuholen, was mit erheblichen Kosten
verbunden ist (FAZ, 9.10.2010).
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