Grafschafter Schulgeschichte

Schöltien 

Wielen

Schule Hesepe 

1960

Gymnasium

Nordhorn 1960

Alte Schule Lage 

1691 - 1960

Schule Achterberg

ca. 1935

Schule Wilsum 

um 1900

Kirchschule Schüttorf um 1900

Aktuelles über Schulen in der Grafschaft
Modellprojekt "Brückenjahr"

1.  Kultusminister startet Modellprojekt „Brückenjahr“ (Presse-Information  des MK 2007)

"Der Übergang vom Kindergarten in die Grundschule hat entscheidenden Einfluss auf den weiteren Bildungsweg eines Kindes. Neben den Eltern tragen vor allem die Fachkräfte in den Kindertagesstätten und den Grundschulen die Verantwortung dafür, dass er gelingt. Dafür müssen alle Beteiligten eng und vertrauensvoll zusammenarbeiten", sagte der Niedersächsische Kultusminister Bernd Busemann heute (04.10.2007) bei der Auftaktveranstaltung des Projekts "Brückenjahr" in Hannover.
Im Rahmen des auf vier Jahre angelegten 100-Milionen-Programms "Familien mit Zukunft – Kinder bilden und betreuen" hatte die Landesregierung 20 Mio. Euro zur Verfügung gestellt, um die Zusammenarbeit zwischen Kindergärten und Grundschulen zu fördern. "Kindertagesstätten und Grundschulen haben gemeinsame pädagogische Grundlagen, die der Förderung der Gesamtpersönlichkeit des Kindes, seiner Selbsttätigkeit sowie im Aufbau tragfähiger sozialer Beziehungen liegen. Dabei gibt es mehr Gemeinsamkeiten, als der einen oder anderen Seite vielleicht jetzt schon bewusst ist", machte Busemann deutlich. Die Bausteine des Projekts Brückenjahr würden dazu beitragen, diese Gemeinsamkeiten zu entdecken, um die Kinder in ihrer Bildungsentwicklung und vor allem bei dem Übergang von der Bildungseinrichtung Kindergarten in die Bildungseinrichtung Schule noch besser begleiten zu können.
Zurzeit 43 Beratungsteams, bestehend aus je einer Fachkraft des Bereichs Kindergarten und des Bereichs Grundschule oder Förderschule, werden nach einer Bestandsaufnahme zu den vorhandenen Strukturen der Zusammenarbeit die Einrichtungen beraten und geeignete Fortbildungsmaßnahmen organisieren. Ein weiterer Baustein für das Brückenjahr sind die ca. 250 Modellprojekte mit ca. 450 beteiligten Kindergärten in allen Regionen Niedersachsens, die seit Beginn dieses Schuljahres mit zusätzlichen Stunden für Grundschullehrkräfte und Erzieherinnen ausgestattet sind, um gemeinsam im letzten Kindergartenjahr gezielte Förderangebote für die künftigen Schulkinder anbieten zu können. Weitere 250 Modellprojekte werden zum 1.8.2009 genehmigt werden.
"Es geht uns darum, in den ca. 4.600 Kindertageseinrichtungen und 1.850 Grundschulen in Niedersachsen Bildungsziele und -inhalte der Bildungsarbeit aufeinander abzustimmen, gezielt zu fördern, wo ein erfolgreicher Schulstart gefährdet ist, und den Fachkräften durch ein umfassendes Fortbildungsangebot das notwendige Rüstzeug für diese Aufgaben zu vermitteln", so Busemann abschließend.

2. Modellprojekt „Brückenjahr“ beendet GN, 8.10.2011)

Vier Jahre hat es gedauert, jetzt ist es auch in der Grafschaft beendet: das landesweite Modellprojekt „Brückenjahr“. Es habe viele Handlungsfelder und Chancen aufgezeigt, Kindern den Übergang vom Kindergarten in die Grundschule zu erleichtern, hieß es in einer Abschlussbilanz in Nordhorn. Doch die gemeinsame Aufgabe bleibe: die Ausrichtung der pädagogischen Arbeit in den Kindertagesstätten und Schulen auf ein gemeinsames Bildungsziel.
Es war eine tolle Zeit, die viele Kontakte, viel neues Miteinander und viel Information über die Arbeit der jeweils anderen gebracht hat. Darin waren sich dieser Tage die Erzieherinnen und Lehrerinnen einig, die in der Grafschaft in den vergangenen vier Jahren das Modellvorhaben „Brückenjahr“ begleitet hatten. Landesweit war seit 2007 im Rahmen dieses Modellvorhabens in über 570 Modellprojekten erprobt worden, wie Fachkräfte aus Kindergarten und Grundschule die Kinder im letzten Jahr vor der Einschulung gemeinsam besser auf den Übergang in die Grundschule vorbereiten und ihnen die für den Schulstart notwendigen Kompetenzen vermitteln können.
Nach Informationen des Kultusministeriums in Hannover haben ein Drittel aller Grundschulen und ein Viertel aller Kindertageseinrichtungen in Niedersachsen sich an diesen Modellprojekten beteiligt. 48 Beratungsteams aus jeweils einer sozialpädagogischen Fachkraft und einer Grundschullehrkraft haben diese Verzahnung der spezifischen Bildungsansätze in Kindergarten und Grundschule begleitet, Qualifizierungsmaßnahmen organisiert und die für den Prozess der Verzahnung relevanten Akteure vor Ort zusammengebracht. Im Sommer sind die Modellprojekte ausgelaufen. Die Beratungsteams werden noch bis Mitte 2012 aktiv sein.
Das Grafschafter Beratungsteam, bestehend aus der Grundschullehrerin Doris Domnick und der Sozialpädagogin Lydia Busch, hat im Kreisgebiet Einzelprojekte in Nordhorn, Georgsdorf, Gildehaus, Laar, Osterwald und Veldhausen betreut. Daran nahmen insgesamt 23 Kindertagesstätten und 13 Grundschulen teil. In diesen Modellprojekten, in denen es „um Übergänge und ihre Gestaltung“ gehe, seien „sehr gute Aktivitäten entwickelt“ worden, lobte die Leiterin Fachbereiches Familie und Bildung beim Landkreis Grafschaft Bentheim, Gunda Gülker-Alsmeier. Allein im Kindertagesstättenbereich seien dafür 100000 Euro aufgewendet worden, davon 90000 Euro aus Landesmitteln und 10000 Euro vom Landkreis. Der Grundschulbereich wurde aus dem Etat der Landesschulbehörde in etwa gleicher Höhe unterstützt.
Projektleiterin Doris Domnick dankte allen Projektbeteiligten für ihren großen Einsatz. Sie erinnerte daran, dass es im Rahmen des Projekts im Kreis insgesamt 41 Fortbildungen für Erzieherinnen und Lehrerinnen gab. Aber nicht nur dort sei man sich näher gekommen. Die „große Aufgabe“ des Modellvorhabens sei es gewesen, Bildungsziele und Inhalte der Kindertagesstätten und der Grundschulen besser aufeinander abzustimmen. Bei der Lösung dieser Aufgabe habe es zwar Fortschritte gegeben, es sei über Vieles diskutiert worden. Aber die Aufgabe, ein „gemeinsames Bildungsverständnis“ zu entwickeln, bleibe auch künftig bestehen.
Zumindest bis Mitte 2012 werden im Grafschafter Beratungsteam Doris Domnick und Karin Tallen (die die Aufgaben von Lydia Busch übernimmt) an der Weiterentwicklung regionaler Brückenkonzepte arbeiten. Im Mittelpunkt steht dabei vor allem die Bedarfsabfrage und Organisation von Fortbildungsangeboten zur Sprachbildung und Sprachförderung.

Foto: Konjer, GN
Mit Urkunden dankten Lydia Busch und Doris Domnick (vorn, von links)
den verantwortlichen Teilnehmerinnen der Modellprojekte in der Grafschaft