Grafschafter Schulgeschichte

Schöltien 

Wielen

Schule Hesepe 

1960

Gymnasium

Nordhorn 1960

Alte Schule Lage 

1691 - 1960

Schule Achterberg

ca. 1935

Schule Wilsum 

um 1900

Kirchschule Schüttorf um 1900

Einzelbericht zur Bildungspolitik
Bildungswerk der Grafschafter Wirtschaft

Grafschafter Wirtschaft engagiert sich seit 25 Jahren

von Manfred Münchow

Seit 25 Jahren ist das Bildungswerk der Grafschafter Wirtschaft in der beruflichen und betrieblichen Weiterbildung aktiv. Grund genug für alle Beteiligten und Kooperationspartner, sich während einer Feierstunde in Nordhorn an die Anfänge zu erinnern.

 Für die heimischen Unternehmen bedeutet die Weiterbildungsarbeit des Bildungswerkes ein Beitrag zur Wirtschaftsförderung durch die Sicherstellung qualifizierter Mitarbeiter, für die Mitarbeiter der Unternehmen ist die Weiterbildung ein Beitrag zur Sicherung des eigenen Arbeitsplatzes. Das betonte der Vorstandsvorsitzende des Bildungswerkes, Lambert Blömers, während seines Vortrages am Freitagabend vor den Gästen der Jubiläumsfeier in den Räumen der Kornmühle in Nordhorn.
Nach Darstellung des Vorsitzenden wurden im Jahr 2003 insgesamt 164 Teilnehmer auf IHK-Prüfungen in folgenden Bereichen vorbereitet: Kunststoff, Lagerwirtschaft, Textil, Elektrotechnik, Metall und technischer Betriebswirt. In Zusammenarbeit mit der IHK wurde auch erstmals der Zertifikatslehrgang „Industriefachkraft für SPS-Technik“ durchgeführt. Die Unternehmen der Grafschafter Wirtschaftsvereinigung, so Lambert Blömers, haben zudem Interesse an unter anderem folgenden Weiterbildungsangeboten bekundet, die jetzt auch angeboten werden: Elektrofachkraft, überbetriebliche Elektroausbildung, kraftbetriebene Türen und Tore, Schaltberechtigung für Mittelspannungsanlagen, Technisches Englisch, Speicherprogrammierbare Steuerung, Prüfungsvorbereitungen für Kaufleute und Auszubildende der metallverarbeitenden Industrie. „Ziel dieser speziellen Lehrgänge ist es, den Unternehmen eine Dienstleistung zu bieten, die in den Firmen nur sehr zeitaufwändig zu realisieren ist und die, wenn sie gemeinsam durchgeführt wird, die Kosten für den Einzelnen minimiert“, bekräftigte der Vorsitzende des Bildungswerkes.
Das Bildungswerk der Grafschafter Wirtschaft ist nach den Worten Blömers aus dem Bildungswerk der Nordhorner Textilindustrie hervorgegangen. Zu diesen Wurzeln wird das Bildungswerk bald mit dem Einzug in den ehemaligen Nino-Hochbau zurückkehren. Hier wird derzeit ein „Kompetenzzentrum Wirtschaft“ eingerichtet, das eine Innovations- und Netzwerkplattform für die regionale Wirtschaft bilden soll.
Mit einem Lob bedankte sich Marco Graf als Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Osnabrück-Emsland beim Bildungswerk: „Sie leisten einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung in der Grafschaft Bentheim“. Das duale System der Berufsausbildung bilde das Fundament für die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft. Darauf gelte es aufzubauen. Nach der Erstausbildung müsse man berufliche Fähigkeiten und Wissen ständig anpassen und erweitern. Die Bereitschaft zu Weiterbildung sei entscheidend dafür, ob man im regionalen, im nationalen oder im globalen Wettbewerb bestehe.
Im Namen von Politik und Verwaltung des Landkreises drückte Landrat Friedrich Kethorn seinen Stolz darüber aus, mit dem Bildungswerk eine Einrichtung zu haben, die seit vielen Jahren erfolgreich in der Qualifizierung von Fachkräften tätig sei und so einen nachhaltigen Beitrag zu einem bdeutsamen Themenfeld leiste: dem Fachkräftemangel. Das Angebot des Bildungswerkes setze „maßgeschneidert an den Belangen der Wirtschaft“ an (GN, 8.3.; GW, 10.3.2010).