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Hineinschnuppern
in die
Berufswelt
„Wochen
der Ausbildung“ als
Orientierung für Schüler und Chance für Firmen
Information aus den
Grafschafter Nachrichten vom 22. Juli 2010
"Das
Projekt lebt von einer
breiten
Beteiligung der Grafschafter Unternehmen. Sie sollten angesichts des
drohenden Fachkräftemangels an einer Teilnahme lebhaftes
Interesse haben, meint der Landrat.
gd
nordhorn. Ob Funken sprühende Schweißgeräte,
Holzbearbeitung von fachkundiger Hand, von EDV gesteuerte
Verwaltungsabläufe oder Umgang mit Kunden im Service: Die
Palette der Lehrberufe in der Grafschaft ist groß. Viele junge
Menschen, die dem Ende ihrer Schulzeit entgegensehen, können
sich allerdings unter dem realen Arbeitsleben noch nichts Rechtes
vorstellen. Das wollen die „Wochen der Ausbildung“
ändern.
Mittlerweile ist dieses Projekt zur festen
Institution geworden und soll auch in diesem Jahr wieder bei
Schülerinnen und Schüler für Orientierung sorgen. Im
November will der Landkreis in Kooperation mit der Agentur für
Arbeit, der Kreishandwerkerschaft und der Wirtschaftsvereinigung der
Grafschaft Bentheim Unternehmen und Schüler zusammenbringen,
damit ein ungezwungenes „Hineinschnuppern“ in die Berufswelt
erfolgen kann. Dabei besteht die Möglichkeit, auch weniger
bekannte Ausbildungsgänge in der Praxis kennen zu lernen.
In
der Zeit vom 15. bis zum 26. November
können die am Ende ihrer
Schulzeit stehenden jungen Leute direkt im Betrieb Wichtiges und
Wissenswertes über die angebotenen Ausbildungsberufe erfahren.
Gleichzeitig erhalten sie die Chance, wichtige persönliche
Kontakte für ihre anstehende Berufswahl zu knüpfen. Weit
über 650 Mal haben die Schülerinnen und Schüler im
vergangenen Jahr von diesem Angebot Gebrauch gemacht und dabei in
fast 60 Grafschafter Unternehmen insgesamt 80 verschiedene Lehrberufe
erkundet.
Für die teilnehmenden Unternehmen bieten die
Wochen der Ausbildung die Möglichkeit, bei jungen Menschen
für
das eigene Unternehmen und die angebotenen Ausbildungsberufe im
Betrieb zu werben. „Viele Unternehmen klagen heute schon über
geringe Bewerberzahlen auf ausgeschriebene Ausbildungsstellen. Dies
wird sich im Laufe der nächsten Jahre auf Grund der durch den
demographischen Wandel bedingten Abnahme der Schülerzahlen noch
weiter verstärken“, meint Landrat Friedrich Kethorn.
Umso
wichtiger sei es für die Firmen und Betriebe, frühzeitig
geeignete Kandidaten an sich zu binden und ihnen die Vorteile einer
Ausbildung aufzuzeigen. Kethorn appelliert: „Durch eine Beteiligung
an den Wochen der Ausbildung können sich Unternehmen wichtige
Vorteile im Wettbewerb um die zukünftigen Auszubildenden und
Fachkräfte verschaffen.“
Im Gegensatz zu vielen anderen
Berufsorientierungsprojekten sei eine Teilnahme an den „Wochen der
Ausbildung“ für die Unternehmen mit relativ wenig Aufwand
verbunden, sagte Stephan Griesehop von der Wirtschaftsförderung
des Landkreises. Die Unternehmen brauchen nur die Zeiten vorzugeben,
an denen sie den Schülern für einige Stunden Einblicke in
ihr Unternehmen und die angebotenen Ausbildungsberufe gewähren
wollen. Die Ansprache der Schülerinnen und Schüler erfolgt
anschließend über die Schulen.
Dazu erhalten alle
Schüler der Abschlussjahrgänge eine Broschüre mit der
Vorstellung der beteiligten Unternehmen und den angebotenen Terminen.
Anhand dieser Broschüre melden sich die Jugendlichen dann für
die Unternehmensbesuche an.
Für die diesjährigen Wochen
der Ausbildung können sich Unternehmen noch bis zum 30. Juli
beim Landkreis Grafschaft Bentheim anmelden. Für Fragen steht Stephan Griesehop
unter der Telefonnummer (05921) 961317 oder per
Email unter stephan.griesehop@grafschaft.de
gerne zur Verfügung.
Weitere Informationen können im Internet unter www.einfach-naeher.de
(Rubrik „Aktuell“) abgerufen werden."
(Quelle: GN, 22.7.2010)
Wochen der Ausbildung im Herbst 2011
Für
alle Schüler, die einen Blick hinter die Kulissen verschiedener
Grafschafter Unternehmen werfen wollen, bietet der Landkreis auch
in diesem Jahr wieder die "Wochen der
Ausbildung" an. In der
Zeit vom 14. bis 25. November erhalten alle interessierten Jugendlichen
(und selbstverständlich gerne auch ihre Eltern) die
Möglichkeit,viele in der Grafschaft beheimateten
Ausbildungsbetriebe zu erkunden und alles Wissenswertes über
deren Ausbildungsangebote zu erfahren.
Seit 2004 bietet der Landkreis regelmäßig die Berufsorientierungswochen an. Mit
80 teilnehmenden Betrieben aus nahezu allen Branchen sowie Städten
und Gemeinden der Grafschaft ist 2011 eine Rekordbeteiligung erreicht
worden. Dabei ist auch die Bandbreite der vorgestellten
Ausbildungberufe in diesem Jahr so groß wie nie zuvor: insgesamt
über 100 verschiedene
Ausbildungsberufe stellen die Unternehmen vor. Egal ob
Modenäher oder Steinmetz, Straßenwärter oder
Veranstaltungskaufmann, Mechatroniker oer Altenpfleger, Fahrradmonteur
oder Bauzeichner, männlich oder weiblich; über annähernd jeden Berufswunsch
können Jugendliche sich während der "Wochen der Ausbildung"
direkt in den Betrieben informieren. Während der in der Regel ein-
bis dreistündigen Unternehmensbesuche lernen die Jugendlichen das
jeweilige Unternehmen kennen und erhalten die Möglichkeit, alles
Wissenswerte über die Anforderungen und Rahmenbedingungen der
angebotenen Ausbildungsberufe zu erfragen (GN und GW, 12.10.2011).
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