Grafschafter Schulgeschichte

Schöltien 

Wielen

Schule Hesepe 

1960

Gymnasium

Nordhorn 1960

Alte Schule Lage 

1691 - 1960

Schule Achterberg

ca. 1935

Schule Wilsum 

um 1900

Kirchschule Schüttorf um 1900

Einzelbericht zur Bildungspolitik
 Das Berufsorientierungskarussel

Haupt- und Realschüler aus den Abschlussklassen können sich für eine besondere Form der Berufsorientierung in den drei berufsbildenden Schulen anmelden. In "Berufsorientierungskarussells" ermöglichen die Schulen anhand praktischer Einblicke das Kennelernen verschiedener Ausbildungsberufe. Jeweils am Mittwoch nachmittags über 15 Wochen erhalten die Schüler Einblicke in unterschiedliche Ausbildungsberufe. Die GBS sind mit den Fachbereichen Körperpflege, Fahrzeugtechnik, Installationstechnik, Fertigungstechnik, Bau und Metallbau beteiligt. Die HBS bieten den Schülern Einblicke in die Fachbereiche  Agrar und Hauswirtschaft/ Pflege, die KBS in ihrem Fachbereich Handel. Alle Schulen gemeinsam haben drei "Berufsorientierungskarussells" organisiert, in denen 75 Haupt- und Realschüler in den neun genannten Modulen Einblicke in die Ausbildung in verschiedenen Lehrberufen erhalten (GN, 11. und 14. 2.2011).


Anpacken erlaubt

Von GN-Szene.de am 16.03.2011 in Ausbildung, Schule    

Die Berufsbildenden Schulen Nordhorn ermöglichen Haupt- und Realschülern mit den „Berufsorientierungskarussells“ das Kennenlernen verschiedener Ausbildungsberufe. Die Schüler durchlaufen mehrere Monate lang einmal wöchentlich verschiedene Bereiche der Berufsschulen. Einige Jungs und Mädchen haben GN-Szene.de von den Erfahrungen, die sie dabei gemacht haben, erzählt.

Ich heiße Hanna Kleine Ruse, bin 14 Jahre alt, werde bald 15. Ich besuche die neunte Klasse  der Realschule in Schüttorf. Zuerst war ich im Bereich Agrarwirtschaft, dann in Bautechnik unterwegs. Bisher hat mir Agrarwirtschaft am besten gefallen, weil ich später Landwirtin werden möchte. Ich komme auch von einem Bauernhof. Gut fand ich,  im Bereich Agrarwissenschaft zu erfahren, wie Bodenuntersuchungen durchgeführt werden. Dort haben wir uns auch mit der Teilung von Pflanzen beschäftigt.

Bautechnik hat mir auch  gefallen, Agrarwirtschaft interessiert mich aber mehr. In Bau haben wir eine Bank und einen Tisch gebaut und an unserer Schule in Schüttorf aufgestellt. Es lohnt sich, hier an den Berufsbildenden Schulen das Berufsorientierungskarussell zu machen. Man bekommt Einblicke in viele Berufsbereiche. Vieles habe ich noch nicht gewusst. Hier kann man auch viele praktische Sachen machen. In der Realschule sitzt man nur in der Schule und muss Aufgaben lösen. Ich muss noch ein Jahr die Realschule besuchen, dann werde ich übernächstes Jahr zur HBS gehen, in den Bereich Agrarwirtschaft.

Ich heiße Geert Göhlfennen, bin 15 Jahre alt und besuche die 9. Klasse der Realschule Schüttorf. Ich kann mir hier drei Bereiche ansehen: Agrarwirtschaft, Bautechnik und Metallbautechnik. „Agrar“ hat mir besonders gefallen. Wir haben zu Hause auch einen Bauernhof. Im Bereich Bautechnik fand ich gut, dass wir für unsere Schule eine Bank hergestellt haben. Für meine zukünftige Ausbildung werde ich mich wohl zwischen Metalltechnik und Elektrotechnik entscheiden. Ich bin ganz gut in Mathe und kann deswegen in diesen Bereichen gut ausgebildet werden.

Der Unterschied zwischen unserem Schulunterricht und dem Berufsorientierungskarussell ist, dass es in Schüttorf nur Klassenräume gibt, hier hingegen riesige Bauhallen und Werkstätten wie im richtigen Beruf. Unsere Schule ist außerdem nicht so groß. Und noch etwas ist hier ganz anders: Der Schulleiter hat uns gesiezt, er hat uns schon wie Erwachsene behandelt. Welche berufliche Schule ich nach dem Realschulabschluss besuchen werde, kann ich noch nicht sagen.

Ich bin Verena Wolbers, bin 16 Jahre alt und komme von der Realschule Schüttorf. Bisher habe ich die Bereiche Agrarwirtschaft und Bautechnik durchlaufen. Bautechnik hat mir bisher am besten gefallen, weil wir auch in den Werkstätten arbeiten konnten. Gebaut haben wir einen Tisch und eine Sitzbank . Unser Direktor in Schüttorf hat uns erlaubt, die Bank unter einem Abdach aufzustellen. Auch meine Mitschüler fanden die Aktion gut.

Das was wir hier lernen, ist auf die Berufe abgestimmt. Bestimmte Fächer gibt es nicht mehr, dafür kommen andere Fächer dazu. Was für später, für den Beruf, wichtig ist, wird gelernt. Genau weiß ich noch nicht, für welchen Beruf ich mich entscheide. Welche Schulform ich dafür besuchen werde, weiß ich auch noch nicht. Ich würde gerne etwas mit Technik machen. Ich stelle gerne etwas her, so dass man am Ende ein Produkt hat. Hier macht es mir viel Spaß.

Ich bin Marco Hot, bin 14 Jahre alt und komme von der Realschule Schüttorf. Dort besuche ich die 9. Klasse. Agrarwirtschaft und Bautechnik habe ich hier erst kennengelernt. Jetzt bin ich im Bereich Metallbautechnik aktiv. Gefallen hat mir bisher, dass wir so viel selber machen können, besonders die Herstellung der Bank in Bautechnik. Alle waren begeistert davon, dass wir die Bank bei uns an der Schule aufbauen konnten. Viele Mitschüler wollten gar nicht glauben, dass wir sie selber gebaut haben. Wir haben die Bank auch gut gesichert. Sie ist 30 cm tief im Boden verankert, damit sie nicht so schnell geklaut werden kann. Toll ist am Berufsorientierungskarussell, dass wir so viel selber machen können. An der Realschule wird eigentlich nur Theorie gelernt. Hier wird beides miteinander verbunden, Theorie und Praxis.

Ich habe letztens ein Praktikum in einer Kfz-Werkstatt in Schüttorf gemacht. Das hat mir gut gefallen. Deswegen möchte ich später gerne Kraftfahrzeug-Mechatroniker werden. Nächstes Jahr möchte ich die Berufsfachschule Fahrzeugtechnik besuchen. Ich habe mich schon etwas informiert.

Wir kommen aus Schüttorf mit dem Bus hierher, wir haben eine Busfahrkarte umsonst bekommen. Hier sind alle Lehrer sehr nett. Sie zeigen uns sehr viel, erklären gut und machen auch selbst mit.

Ich heiße Jannis Schulz, bin 14 Jahre alt und komme von der Sünte-Marien-Schule Wietmarschen. Das ist eine Hauptschule.

Ich habe hier bisher die Bereiche Metallbautechnik und Agrarwirtschaft kennengelernt. Jetzt bin ich im Bereich Bautechnik, der gefällt mir am besten.

Mit Beton zu arbeiten macht mir viel Spaß. Toll ist, Beton zu mischen, weil der Beton dann so lange hält. Ich denke, dass ich demnächst die GBS besuchen werde. Zunächst mache ich ein Praktikum auf dem Bau, vielleicht bei uns in Wietmarschen bei einer Baufirma. In der Schule bin ich recht gut.

Ich bin Maik Egbers und komme auch von der Sünte-Marien-Schule Wietmarschen. Ich bin 14 Jahre alt und gehe in die 8. Klasse. Zuerst habe ich im Bereich Agrarwirtschaft Gartenbau gemacht, dann in Metallbautechnik eine Baukiste. Am besten gefällt mir Bautechnik. Ich arbeite auch gerne mit Beton. Man kann so viele verschiedene Formen damit herstellen. In der GBS kann man mehr machen, praktisch, als an unserer Hauptschule. Das handwerkliche Arbeiten finde ich toll. Es gibt auch eine schöne Cafeteria zum Erholen und für die Pausen.

Später möchte ich Mechaniker für Landmaschinentechnik werden. Wir haben eine Landwirtschaft zu Hause. Dort zu helfen macht mir auch viel Spaß. Ich könnte vielleicht auch im Bereich Bautechnik arbeiten. Ein Praktikum werde ich zunächst aber bei einer Landmaschinenfirma machen, nachdem ich die 10. Klasse der Hauptschule besucht habe.

Ich heiße Lars Egbers, bin noch 13 Jahre alt und auf der Sünte-Marien-Schule in Wietmarschen.

Als erstes habe ich hier Metallbautechnik und Agrarwirtschaft kennengelernt. Jetzt bin ich im Bereich Bautechnik. „Bau“ finde ich gut, da muss man auch mal richtig mit anpacken.

 Hier kann man auch mit großen Maschinen (Betonmischer zum Beispiel oder Kreissäge) arbeiten. Man bekommt auch schon einen Spind, unter anderem für die Arbeitskleidung. Eben mehr Praxis als nur Werken. Alle wirken hier natürlicher, auch die Lehrer –  so wie es im Beruf letztendlich auch sein wird.

Ich heiße Daniel Schrörlücke, ich bin 13 Jahre alt und besuche die Hauptschule in Schüttorf. Ich bin in der 8. Klasse.

Bisher war ich hier in den Bereichen Metallbautechnik und Fertigungstechnik. Kfz-Technik besuche ich jetzt und das gefällt mir am besten. Ich finde alles, was mit Autos zu tun hat, gut. Mir gefällt, dass man hier Dinge baut. Bei uns in der Hauptschule ist alles mehr theoretisch.

Ich habe klare Vorstellungen für meine Zukunft: Ich möchte Kfz-Mechatroniker werden. In Schüttorf mache ich noch die 9. Klasse, dann komme ich hierher und gehe auf die Berufsfachschule Fahrzeugtechnik.

Ich bin Marius Franke und ich bin 14 Jahre alt. Ich besuche die neunte Klasse der Realschule in Schüttorf. Ich mache noch die 10. Klasse und beende die Schule dann im nächsten Jahr mit dem Realschulabschluss.

Installationstechnik und Fahrzeugtechnik habe ich hier in den letzten Wochen kennengelernt. Jetzt mache ich Metallbautechnik. Toll fand ich „Kfz“. Es war lustig, sich die verschiedenen Motoren anzuschauen und alles von innen zu sehen.

Besonders interessant ist es, Teile auseinander zu bauen. Bei uns bedeutet Unterricht, zu sitzen und dem Lehrer zuzuhören. Hier kann man selber was machen, handwerklich. Ich möchte gerne Elektroniker für Betriebstechnik werden – eigentlich gar nicht das, was ich hier kennengelernt habe. Ich wollte die Bereiche hier aber gerne machen, weil ich noch nicht so sicher war. Ich habe im elektrischen Bereich schon ein Praktikum gemacht und das hat mir gut gefallen. Ich werde wohl bei diesem Berufswunsch bleiben. Auf jeden Fall will ich eine Berufsfachschule im technischen Bereich besuchen.

Ich bin Kevin Hollefeld, bin 15 Jahre alt und besuche die 8. Klasse der Sünte-Marien-Schule in Wietmarschen. In Fahrzeugtechnik und Metallbau war ich zuerst, jetzt lerne ich Fertigungstechnik kennen. „Kfz“ fand ich bisher am besten. Dort konnten wir an den Motoren herumschrauben. Gefallen hat mir auch die schöne Ausstattung der Schule. Schüler haben Schließfächer, es gibt eine schöne Cafeteria.

Ich möchte später gerne etwas in Richtung Kraftfahrzeugtechnik machen. Vorher war ich noch am überlegen, jetzt habe ich mich entschieden. Gut würde ich es finden, wenn man das, was wir hier machen, auch benoten würde. Das könnte dann auch bei uns im Zeugnis stehen.

Ich heiße Sascha Frisch und bin 16 Jahre alt. Ich komme von der Grund- und Hauptschule in Gildehaus und bin in der 9. Klasse.

Fahrzeugtechnik und Metallbautechnik hatte ich erst. Jetzt bin ich in der Installationstechnik. Metallbau fand ich persönlich am besten. Wir konnten alle selbstständig arbeiten. Das hat sehr viel Spaß gemacht.

Hier kann man selber mit anpacken. Es ist nicht so theoretisch. Hier lernen wir die Berufe richtig kennen. Bei uns an der Schule werden darüber nur Filme gezeigt. Ich möchte noch die 10. Klasse machen, also meinen Realschulabschluss. Dann gehe ich zu den GBS in den Fahrzeugbereich, wenn alles klappt. Ich möchte Kfz-Mechatroniker werden. Es hat sich erst jetzt so ergeben, nachdem ich hier verschiedene Berufe kennengelernt habe. Ich möchte das Berufsorientierungskarussell weiterempfehlen, besonders für Schüler, die noch nicht so richtig wissen, was sie machen wollen