Grafschafter Schulgeschichte

Schöltien 

Wielen

Schule Hesepe 

1960

Gymnasium

Nordhorn 1960

Alte Schule Lage 

1691 - 1960

Schule Achterberg

ca. 1935

Schule Wilsum 

um 1900

Kirchschule Schüttorf um 1900

Einzelbericht zur Bildungspolitik

Berufserkundungstag geht neue Wege

Obergrafschafter Kommunen und Berufsbildende Schulen legen Aktionen teilweise zusammen

Quelle: Grafschafter Nachrichten, 13.8-2010

Mit großem Erfolg haben Bad Bentheim und Schüttorf in den vergangenen drei Jahren gemeinsam den „Obergrafschafter Berufserkundungstag“ angeboten. Diese jährlich zwischen den Kommunen wechselnde Veranstaltung bot zum einen den Schülerinnen und Schülern ab Klasse 8 die Gelegenheit, sich über etwaige Ausbildungsberufe zu informieren, und zum anderen den Unternehmen das Forum für eine umfassende Präsentation.Der für Anfang September geplante vierte Berufserkundungstag soll ausfallen und zusammen mit den Berufsbildenden Schulen Nordhorn (BBS) am 12. und 13. November in Nordhorn zentral für die ganze Grafschaft als „Tag der offenen Tür“ angeboten werden. Auf Ebene der Hauptverwaltungsbeamten (HVB) hatte man schon länger über diese gemeinsame Aktion diskutiert. Die Niedergrafschafter Verwaltungschefs sahen einen separaten Berufserkundungstages für ihren Bereich nicht als sinnvoll an und wünschten sich eine zentrale Veranstaltung in der Kreisstadt.

Zwar sehen Volker Pannen und Manfred Windhaus ihren Berufserkundungstag als „Highlight“. „Doch bei einer jährlichen Durchführung für die Klassen 8, 9 und 10 wiederholt sich einiges und der Informationsgehalt für den Einzelnen nimmt ab“, so Windhaus und Pannen. Da die Veranstaltung für die Unternehmen mit einem nicht ganz unerheblichen Aufwand verbunden ist, drängten auch die Firmen auf einen gemeinsamen Termin. „In Gesprächen mit der Wirtschaftsvereinigung der Grafschaft und der Handwerkskammer wurde das Engagement der Kommunen und des Landkreises ausdrücklich gelobt“, hob Landrat Kethorn bei der Vorstellung des neuen Konzeptes für die Berufsorientierung in der Grafschaft Bentheim hervor. Der Landkreis hatte auch bislang die Veranstaltung in der Obergrafschaft sowohl ideell als auch durch die Übernahme der Fahrtkosten unterstützt.

Gemeinsam stellten in der vergangenen Woche Kethorn, Pannen und Windhaus, die Leitstellenleiterin „Region des Lernens“, Fachpraxis-Lehrerin Martina Handtke von den BBS, und Klaus Eismann für die Wirtschaftslehrer der Obergrafschaft das neue Konzept im Schüttorfer Rathaus vor.
Zukünftig wird im jährlichen Wechsel die zentrale Veranstaltung „Tag der offenen Tür“ in Nordhorn an den BBS durchgeführt und im darauf folgenden Jahr der Obergrafschafter Berufserkundungstag im Wechsel zwischen Schüttorf und Bad Bentheim. An beiden Veranstaltungen beteiligen sich Unternehmen der Grafschaft mit eigenen Info-Ständen.
Die Verantwortlichen sehen in der gemeinsamen Aktion einen zusätzlichen Reiz, da mehr Abwechslung geboten würde und an den BBS die schulischen Berufsbildungsangebote umfangreicher dargestellt werden könnten. Gänzlich auf den erfolgreichen „Obergrafschafter Berufserkundungstag“ mögen Pannen und Windhaus jedoch nicht verzichten, da nach ihrer Ansicht die Ausbildung einen starken lokalen Bezug hat. „Die Firmen, aber auch die Auszubildenden suchen und finden sich eher im näheren lokalen Umfeld, sodass die Bedeutung unseres Berufserkundungstages nicht schwinden wird“, so Pannen und Windhaus.
Landrat Kethorn sieht mit Blick auf den demographischen Wandel die Grafschaft Bentheim auch zunehmend in Konkurrenz zu den benachbarten Regionen und lobte das Engagement der beiden Obergrafschafter Kommunen. Wirtschaftslehrer Eismann stellte in den vergangenen Jahren auch bei den Unternehmen einen Wandel fest: „Zunehmend melden sich die Betriebe bei den Schulen und fragen, ob sie nicht Kandidaten für den einen oder anderen Ausbildungsplatz hätten.“
Auch im Zusammenhang mit der Vorbereitung der GN-Beilage „Start in den Beruf“ wurde deutlich, wie sehr sich der Ausbildungsmarkt verändert hat. Immer stärker bemühen sich die Betriebe, ihre Ausbildungsplätze adäquat zu besetzen. „Das Angebot an Ausbildungsplätzen übersteigt mitunter die Nachfrage, sodass sich die Ausbildung vom Anbietermarkt hin zu einem Nachfragermarkt entwickelt hat“, analysierten einige Unternehmen.