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Elementarbereich
Zum Elementarbereich
gehören
alle Einrichtungen
familienergänzender Bildung und Erziehung bis
zum Eintritt in die Grundschule. Den Kindern wird ein Bildungsangebot
gemacht, das ihre Entwicklungsfähigkeit erhöht und
umweltbedingte Benachteiligungen frühzeitig auszugleichen
versucht. Zur Zeit werden im Landkreis 47 Kindertageseinrichtungen
mit etwa 3000 Plätzen in Vormittagsgruppen und 150 Plätzen
in Ganztagsgruppen in kirchlicher, kommunaler und freier
Trägerschaft
unterhalten. Für etwa 300 Kinder stehen Nachmittagsplätze
zur Verfügung. Die Zahl der 116 Krippenplätze für
Kinder unter drei Jahren soll nach den Vorstellungen der
Bundesregierung so weit aufgestockt werden, dass der Bedarf bis 2013
gedeckt werden kann. Für den ländlichen Bereich haben sich
die Kinderspielkreise, die von den Gemeinden in Zusammenarbeit mit
dem Landkreis aufgebaut wurden, besonders bewährt. Die 21
Spielkreise mit 25 Gruppen und etwa 600 Plätzen sind in der Zeit
ihres Bestehens zu einem festen Bestandteil der Vorschulerziehung
geworden und tragen dazu bei, dass das Angebot an vorschulischen
Einrichtungen ab drei Jahre flächendeckend ist.
Primarbereich
Ein Jahr vor der
Einschulung werden
für Kinder mit sprachlichen
Schwierigkeiten
Fördermaßnahmen
zum Erwerb der deutschen Sprache und zur Verbesserung der deutschen
Sprachkenntnisse durchgeführt, die von Grundschullehrern
übernommen werden. Auch wenn sich für die Arbeit in der
Grundschule
inhaltliche Änderungen ergeben haben, bleibt ihre
Hauptaufgabe weiterhin, allen Schülern eine gemeinsame
Grundbildung zu vermitteln. Dabei sind Übung und Wiederholung,
eine Differenzierung des Unterrichtsgeschehens und gezielte
Fördermaßnahmen in kleinen Gruppen notwendige
Arbeitsformen der Grundschule. Seit einigen Jahren ist Englisch ab
dem 3. Schuljahr Pflichtfremdsprache. Als „Verlässliche
Grundschule“ wird ein mindestens fünf Stunden umfassendes
Schulangebot sicher gestellt. Am Ende des 4. Schuljahres gibt die
Grundschule eine Empfehlung für die geeignete weiterführende
Schulform ab, von der die Eltern jedoch abweichen können. Die 36
Grundschulen im Landkreis werden zur Zeit von fast 7000 Schülern
besucht. Durch den Geburtenrückgang werden die Zahl der Schulen
und Schülerklassen jedoch absinken.
Sekundarbereich I
Die drei
weiterführenden
Schulformen im
Sekundarbereich I, die Hauptschule, die Realschule und
das Gymnasium, haben die Aufgabe, ihren Schülern eine allgemeine
Grundbildung zu vermitteln. Dabei hat jede Schulform ihre
spezifischen Aufgaben, die sich aus den unterschiedlichen
Lernvoraussetzungen, Fähigkeiten, Neigungen und Bedürfnissen
ihrer Schüler herleiten. Während die Hauptschule ihre
Schüler in der Regel zu beruflichen Bildungsgängen
führt,
sollen die Schüler im Gymnasium die allgemeine Qualifikation
für
ein Hochschulstudium oder für gleichwertige
Berufsausbildungsgänge erwerben. Die Realschule wird
insbesondere den Schülern gerecht, deren Eignung für
berufs- oder studienbezogene Bildungsgänge erst später
deutlicher erkennbar wird. Sie unterscheidet sich von der Hauptschule
und dem Gymnasium durch eine andere Schwerpunktsetzung im
Fächerangbot.
Seit einigen Jahren
sinkt der
Anteil der
Hauptschüler sehr stark ab, da ihre Chancen für
die künftige Berufsfindung geringer geworden sind. Die 12
Hauptschulen im Landkreis werden nur noch von 2700 (25 Prozent), die
9 Realschulen von 3800 (36 Prozent) und die 5 Gymnasien (einschl.
Sekundarbereich II) von 4200 Schülern (39 Prozent) besucht.
Durch intensive berufsfördende Maßnahmen wird versucht,
den Anteil der Hauptschüler wieder zu steigern. In einem
Modellprojekt
„Abschlussquote erhöhen – Berufsfähigkeit
steigern“ (AQB) werden lernschwache Hauptschüler in drei
Halbjahren in einer Sonderklasse durch Erprobung neuer Formen
schulischer Berufsvorbereitung gezielt gefördert und zum
Hauptschulabschluss geführt.
Sekundarbereich II
In der Oberstufe des
Gymnasiums
werden die Schüler durch die Kombination von Grundbildung in
verschiedenen Aufgabenfeldern und eine Vertiefung in individuellen
Schwerpunktbereichen auf wissenschaftliches Arbeiten vorbereitet.
Ziel des Unterrichts ist die allgemeine Hochschulreife. Nachdem
dieses Ziel bisher nach 13 Schuljahren erreicht werden konnte, soll
das Abitur am Gymnasium nun schon nach 12 Jahren erworben werden.
Im
Jahr 2008 legten das Abitur am Gymnasium Nordhorn 109 Schüler,
am Lise Meitner-Gymnasium Neuenhaus 99 Schüler, am Burggymnasium
Bad Bentheim 39 Schüler, am Missionsgymnasium Bardel 56
Schüler,
an Gymnasien in Lingen aus Wietmarschen 24 Schüler, zusammen 327
Schüler ab. Außerdem bestanden 112 Schüler das Abitur
an den Berufsbildenden Schulen in Nordhorn, davon an den
Fachgymnasien Wirtschaft 44, Gesundheit und Soziales 43 und Technik
25 Schüler.
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